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Das Dorpendium im Druck, Teil 2: Das Cover

September 7, 2010

Hallo zusammen!

Schon während ich am DORP-Rollenspiel saß, zeichnete sich ab, dass mit dem Cover des Dorpendium ungeahnt viel Arbeit einhergehen würde. Natürlich werden wir an der phantastischen Cover-Illustration von Tobias Mannewitz treu bleiben, das ist gar keine Frage. Dennoch bahnte sich bald ein Problem an…

Generell waren wir zu dem Cover getan wie die Jungfrau zum Kinde. Wir hatten Tobi dazu gekriegt, uns das DORP-Cover zu skribbeln und er hatte dann aus eigenem Antrieb danach gefragt, es auch colorieren zu dürfen. Als er dann von uns auf einer Con von dem Dorpendium erfuhr, war er sofort wieder mit an Bord. Unsere Angaben für ihn waren „So wie das vom ersten Buch, nur mit Matrix“ – was er wunderbar löste.

Eine ulkige Randnotiz dürfte übrigens tatsächlich bisher niemand außerhalb der DORP bekannt sein. Denn wir hatten den von Marcel auch oft nur „Kartengott“ genannten Tobi damals auch einmal drauf angesprochen, eine Karte von Nerdor zu zeichnen. Für „jene, die erst später zugeschaltet haben“ sei gesagt, dass Tobi in der Rollenspiel-Szene unter anderem wegen seiner phantastischen Karten bekannt wurde.
Das kam nie zustande. Das lag aber nicht an Tobi, der ja auch im Inneren des Buches noch Artwork beigesteuert hat, sondern an uns. Denn wir konnten uns nicht so richtig darauf verständen, wie eine Karte des „echten Nerdor“ aussehen müsste. Ergo blieb es bei dem frommen Wunsch.

Aber wie gesagt: Wir hatten ein Problem, jetzt und konkrekt. Denn das Cover liegt uns nicht in voller Auflösung vor. Das ist traurig, auch ein bisschen peinlich, aber als Tobi uns das Cover vor Jahren angelegt hat, da layouteten wir glaube ich noch mit Word. Da hat niemand, auch er nicht, dran gedacht, dass wir diese Datei vielleicht mal in voller, druckbarer Pracht brauchen würden.
Wir stellten diesen Missstand erstmals 2008 fest, als wir den Nachfragen, ob es das Motiv als Poster bei uns geben könne, nachgingen und feststellen mussten, dass wir kein Poster drucken können.
Ich traf Tobi damals auf der RPC und wir sprachen darüber, aber er konnte uns in Sachen Originaldatei auch nicht mehr weiterhelfen.

Das zweite Mal stieß ich auf das Problem, als ich die Werbeseite hinten im Grundregelwerk für die Druckauflage gestaltet habe. Und nun, im Spätsommer 2010, muss eine Lösung her.

Im Grunde ist es dann natürlich eine einfache Rechnung. Wenn wir auf jeden Fall bei Tobis Cover bleiben wollen (was der Fall ist), dann gibt es nur einen Ausweg: Interpolation.
Was dann folgte will ich hier im Detail gar nicht auswalzen müssen, aber viele, viele Stunden der Bildbearbeitung später haben wir nun ein Cover zur Hand, das von seiner Qualität her wieder zumindest druckbar ist, ohne in Artefakten zu ertrinken.
Es wird nie die knackige Schärfe eines voll aufgelösten Covers bieten können, aber es wird gut aussehen. Richtig, richtig gut.

Vorher Nachher

Damit ist das nächste, kleine Stück des Weges zu einem abgeschlossenen, fertigen Dorpendium abgeschlossen – aber es waren auch schon sehr viele Schritte dafür notwendig.

Demnächst erzähle ich euch in Teil 3 dieser Rubrik hier, was sich bei den Illustrationen im Inneren des Buches so getan hat.

Viele Grüße,
Thomas