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Das Dorpendium steht vor der Türe – wichtige FAQ!

Dezember 12, 2010

Hallo zusammen!

Das Dorpendium ist so gut wie da, die Druckdateien sind bereits beim Verlag und alle Augen richten sich bei uns demnach nach Norderstedt zu BoD. Aber einiges ist dieses Mal anders als beim DORP-RPG – und damit ihr alle Fakten habt, gibt es diese praktische FAQ hier.

Was ist das Dorpendium?

Kurz und knackig: Das Dorpendium ist der ergänzende Quellenband zum DORP-Rollenspiel. Es umfasst 84 Seiten, 14 davon farbig, und erweitert das Spiel in jede nur denkbare Richtung um neue Elemente, die es nicht nur spielbarer, sondern auch lustiger machen.

In welchem Format erscheint das Buch?

Das Buch gibt es bereits seit Jahren als PDF bei uns auf der Seite. Die überarbeitete Ausgabe allerdings erscheint als Softcover-Buch im Format 17×22 – also so groß wie das Grundregelwerk, nur „weicher“.
Das Buch wird dadurch aber auch erheblich billiger: Für 12 Euro kann es euer sein.

Wann wird es verfügbar?

Das Buch erscheint Mitte Dezember. Wie schon geschrieben sind die Dateien bereits bei BoD, der Rest entscheidet sich dort. In der Vorweihnachtszeit ist die Auslastung da oft etwas größer, insofern belassen wir die Prognose derart grob.

Wo kann ich es bekommen? Kann ich vorbestellen?

Das hier ist jetzt wichtig: Anders als das Grundregelwerk erscheint das Dorpendium nicht im regulären Buchhandel. Es wird zwei Möglichkeiten geben, an das Buch zu kommen. Zum einen wird es regulär über den Shop von BoD verfügbar sein, zum anderen direkt bei uns – was für uns übrigens die bessere Variante ist. Und für euch auch, denn bei uns kostet es kein Porto, bei BoD schon.
Wenn ihr Interesse an dem Buch habt, dann schickt uns doch bitte eine E-Mail an bestellung(at)die-dorp(punkt)de. Wir schauen dann mal, wie viele Leute sich für den Titel interessieren und können dahingehend dann auch die Bücher vorab produzieren lassen. Sobald die Bücher dann bei uns eintreffen, schicken wir euch dann eine E-Mail mit den Kontodaten sowie der Bitte um die Lieferadresse an. Alles unverbindlich, aber das Buch geht erst raus, wenn wir das Geld haben. 😉

Heißt das, dass das Buch limitiert ist?

Ja und nein. Anders als andere Veröffentlichungen im Rollenspiel-Bereich dieses Jahr ist das Buch auf keine bestimmte Stückzahl limitiert. Jeder, der eines haben möchte, kann es bei uns oder bei BoD erwerben. Allerdings wird das Buch wohl nur bis Mitte 2011 produziert. Wir warnen noch mal vor, das Buch wird nicht einfach verschwinden, aber es wird eben nicht ewig verfügbar sein…

Softcover, kein Buchhandel, zeitliche Begrenzung – warum?

Kurz und bündig: Wirtschaftlichkeit. Es bringt nichts, einen Titel mit ISBN zu versorgen, den nur ein paar Dutzend Leute kaufen und das dann auch innerhalb der ersten paar Monate, so dass wir in der restlichen Zeit auf den Kosten sitzen bleiben. Durch die leicht reduzierte Verfügbarkeit des Produkts wird die Druckfassung für uns lukrativer und ihr bekommt einen guten Preis, wir gewinnen also alle. 🙂

Viele Grüße,
Thomas und Scorpio

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Die Texte des DORP-Rollenspiels

Januar 17, 2010

Hallo zusammen!!

Wer in letzter Zeit einen alten, literarischen Klassiker bei Reclam gekauft hat, der kennt vielleicht diesen kleinen Disclaimer am Ende, dass der Text „behutsam“ modernisiert worden sei. Gemeint ist dort damit, dass er an die neue Rechtschreibung angepasst wurde. Darum heißt Lessings „Miß Sara Sampson“ jetzt dort auch „Miss Sara Sampson“. Ist ein bisschen kurios, aber nun gut.
Auch wir haben das DORP-Rollenspiel behutsam modernisiert – aber wir meinen damit etwas anderes, auch wenn wir tatsächlich ebenfalls konsequenter der Rechtschreibreform Folge leisten.

Wer das Spiel schon etwas länger kennt oder einfach meinen letzten Beitrag hier gelesen hat, der weiß, dass das Spiel bereits einige Überarbeitungen erfahren hat. Die „Platin“-Edition, die in der ersten Hardcover-Auflage steckt, wurde gegenüber der ersten Download-Version („Gold“) etwas erweitert, ebenso wie die Softcoverausgabe gegenüber dem Hardcover noch mal leicht poliert wurde und daher als „Soft Core Rules“ bezeichnet wurde; zweideutiges Wortspiel inklusive.
Jede dieser Editionen hat ein Lektorat erfahren. Eines davon sogar von Uwe „Dogio“ Mundt, der sicherlich auch zu den absoluten Urgesteinen der Internetszene des deutschen Rollenspiels zählt.
Die jetzige Version ist noch einmal von unserem Chef Scorp auf Rechtschreibfehler überprüft worden – mit erschreckendem Ergebnis. 10 Seiten war die Word-Datei mit Anmerkungen lang, die nun noch in die Druckdatei eingearbeitet worden sind. Alles nur Details; aber nach der berechtigten Kritik an der Fehlerdichte der „1W6 Freunde“ wollten wir uns dieses Mal nicht lumpen lassen. Wir haben schon in zu vielen Rezensionen einen Mangel an Rechtschreibung attestiert, um jetzt wieder in die selbe Kerbe zu hauen.

Doch damit nicht genug. Recht früh im Zuge der Überarbeitung haben wir uns gefragt, ob wir inhaltlich an den Texten ebenfalls etwas ändern wollen. Wir haben uns gegen größere Einschnitte entschieden, denn wie hier schon einmal gesagt, ist das DORP-Rollenspiel-Grundregelwerk auch einfach so sehr durch ein bestimmtes Lebensgefühl der Autoren gekennzeichnet, dass es das Spiel verzerrt hätte, da zu tief einzugreifen. Mehr noch: Das „Dorpendium“ bringt entsprechend ja ein anderes Gefühl mit sich, da es zu einem späteren Zeitpunkt in unserem Leben entstanden ist. Und das ist uns wichtig, sogar im Hinblick auf „Format DORP“ irgendwo in der Zukunft. Hier jetzt tief in den Text des Grundspiels einzugreifen wäre einfach nicht gegangen.

Dennoch gab es hier und da Änderungsbedarf. Beispielsweise bei den Texten zu unseren Zeichnern. Da waren viele Links veraltet und auch inhaltlich hat sich bei vielen von ihnen etwas getan; Änderungen, die wir entsprechend berücksichtigt und aufgenommen haben.

Ein anderes Beispiel für das, was wir behutsame Änderungen nennen, findet man im Abenteuer „Rebellion der Backwaren“. Die Nerds darin, also die Spielercharaktere, sind in der bisherigen Fassung auf dem Weg zu Karlscon nach Aachen. Die gab es, anno 2002, auch wirklich. Anno 2009 hat aber schon lange, lange Zeit keine Karlscon mehr stattgefunden. Wir haben beschlossen, dahingehend einfach etwas selbstbezogen zu sein und das Reiseziel zu unserer eigenen „Dracon“ nach Monschau zu ändern. Natürlich spielt das eigentliche Abenteuer noch immer in Aachen mit allem, was dazu gehört, aber die neue Anreise führt zu winzigen Änderungen, die das Abenteuer aber letztlich sogar etwas runder gemacht haben, als es bisher schon war.

Der einzige wirklich komplett neue Text ist ein neues Vorwort, das ergänzend zur alten Einleitung nun in dem Buch zu finden ist. Der stammt alleine aus meiner Feder, was aber nicht heißt, das Marcel und Matthias nicht mehr an dem Spiel beteiligt wären. Nur ist es mittlerweile im Dreieck Aachen-Köln-München leider sehr schwer, eigentlich unmöglich, sich für so etwas noch mal zusammen zu setzen.
Abgesehen von solchen Details ist das Buch inhaltlich aber nach wie vor genau das, was Kenner der vorigen Auflagen eben schon, nun, kennen. Wenn ihr einen Lieblingsgag, eine Lieblingsszene oder etwas in der Art habt, so fürchtet nicht, die ist mit Sicherheit noch im Buch. Einzig das, was heute einfach nicht mehr verständlich war, haben wir mit sanfter Hand ins neue Jahrzehnt geführt.
Und genau so wollten wir es auch haben.

Viele Grüße,
Thomas

Die Illustrationen des DORP-Regelwerks

Januar 15, 2010

Hallo zusammen!!

Während alle unsere Augen auf BoD gerichtet sind und wir auf Vollzugsmeldungen warten, dachte ich, kann ich ja auch noch etwas aus der Entstehung der Neuauflage plaudern.
Es ist nun das bereits vierte Mal, dass ich das Spiel gelayoutet habe. Zuerst in der klassischen Download-Fassung („Gold“), in der erweiterten Fassung, auf der bereits die erste Druckfassung basierte (u.a. erweitert um die je zwei Archetypen je Regiment und natürlich das tolle Abenteuer um die diabolischen Backwaren; „Platin“), danach dann noch mal für die neuerliche Softcover-Drucklauflage des Spiels („Soft Core Rules“). Und jetzt halt, nicht zuletzt aufgrund des neuen Formats, für die Auflage on demand.

Dabei stellte sich im Bereich der Illustrationen einiges ganz anders dar, als es das noch vor wenigen Jahren getan hat. So war es beispielsweise eine leichte Entscheidung zu sagen, dass die Bilder, die farbig angelegt sind, auch endlich im Druck in Farbe erstrahlen sollen. Das hätte uns bei den Erstauflagen echt arm gemacht, mittlerweile ist es gar kein Problem mehr. Daraus erwuchs auch die Entscheidung, die DORPANA-Karten teilweise als grafische Elemente mit in das Buch einzubetten, denn in Farbe konnten diese in einem Maße erstrahlen, dass das lohnenswert machte.

Dabei aber stolperten wir über ein paar erste Schwierigkeiten. So zeigt die Karte „Die Mauer“ etwa einen Screenshot von der Schlacht um Helms Klamm. Das geht bei einem pixeligen Gratis-Download vielleicht noch, aber es geht nicht im Rahmen einer kommerziellen Nutzung. Hier war es einfach: Da eh nicht alle Karten im Buch untergekommen sind, blieb auch die Schlacht um „Die Mauer“ draußen, auch wenn wir die Idee der Karte sehr mögen.

Das Logo der Michalskieliten, Version 2002

Doch gibt es im Buch noch einen zweiten Problemfall: Das Regimentsymbol der Michalskieliten. Das ist eine Parodie auf das „Michaeliten“-Symbol aus Feder&Schwerts „Engel“ gewesen, aber auf Basis einer ihrer Grafiken. Problemstellung also wie oben – das geht nicht. Hier war der Weg zur Lösung schwerer: Die Michalskieliten haben ein neues Symbol erhalten. Eine Mischung aus Frage- und Ausrufezeichen, kombiniert mit dem gängigen Symbol für RSS-Feeds ergeben zusammen nicht nur einen schönen Symbolkatalog zum Regiment, sondern sahen auch etwas nach Skriptura aus, so dass die Engel-Analogie sogar erhalten blieb, zumindest implizit.

Das neue Logo der Michalskieliten, anno 2009

Aber die Schwierigkeiten gingen weiter. Die erste Fassung des DORP-Rollenspiels ist jetzt fast neun Jahre alt. Die erste Layout-Version entstand in MS Word, die meisten eigenen Illustrationen in Photoshop 7. Von druckfähigen 300 dpi war da abseits des tollen Covers von Tobi Mannewitz wenig zu sehen.
Auch hier bin ich also sozusagen an den Ursprung zurückgekehrt. Einige Illustrationen, etwa die anderen beiden Regiment-Symbole, wurden kräftig überarbeitet und sind jetzt nicht nur etwas hipper in der Gestaltung, sondern eben auch voll aufgelöst. Andere Bilder, etwa die Farbtabelle oder die Abbildung der Hand mit dem eintätowierten DORP-Logo, habe ich von Grund auf neu erstellt. Bei Letzterem ergab das sogar noch die Gelegenheit, Djurdjevics DORP-Kapuzenmann auch hier aus dem Weg zu räumen und durch das neue Logo zu ersetzen.
Apropos neues Logo: Die gesamte DORP verwendet ja mittlerweile den Schriftzug, den Tobias Mannewitz damals für unser Cover gestaltet hat, als generelles Logo. Die Auferstehung des DORP-Regelwerks war für uns Anlass, auch daran noch mal zu feilen – immerhin ist auch das Redesign langsam nahe. Torben Hoffmann hat das übernommen und geschliffen, was in der Rohform bereits gut, aber eben nicht perfekt war. Der neue DORP-Schriftzug ist auf dem ersten Blick kaum vom alten zu unterscheiden, ist aber in den Details doch deutlich optimiert worden. Das neue Regelwerk wird ihn erstmalig der Öffentlichkeit zeigen.

Aber zurück zu den Illustrationen. Denn nicht nur unsere Illus, auch die Bilder, die damals aus der ganzen Szene beigesteuert worden waren, lagen teilweise nicht in der ersehnten Auflösung vor. Und da im Grunde kaum noch die Originale dieser fast ein Jahrzehnt alten Grafiken aufzutreiben waren, standen wir hier vor einem Problem, das sich nicht ganz perfekt lösen ließ.
Im Endeffekt haben wir uns an einem zaghaften „Upscaling“ versucht, sofern das halt möglich ist. Denn auch das beste Programm findet keine Bilddaten da, wo keine Bilddaten sind. Und da eines der Bilder sogar nur in 50 dpi vorgelegen hat, wird vermutlich auch im Druck nicht ganz perfekt aussehen. Ich denke aber, wir haben heraus geholt, was herauszuholen war und unsere Aussage, dass es die beste Edition des Spiels, und das für die Ewigkeit, sein soll, greift auch hier.
Es waren Altlasten, auf die ich da gestoßen war, über die anno 2002 einfach niemals jemand nachgedacht hat.

Ich nehme an, das gleiche Phänomen wird uns bei einer entsprechenden Aufbereitung des Dorpendiums noch einmal ereilen. Dort sogar in einem Punkt noch viel schwerwiegender, aber das ist eine Geschichte für einen anderen Abend.

Das nächste Mal erzähle ich dann mal, wie wir uns behutsam auch den Texte genähert haben.
Und beim nächsten „DORP im Druck“-Projekt kommen die Werkstattberichte dann auch nicht am Ende, so wie dieses Mal.

Ich wünsche euch noch einen schönen Abend und einen tollen Start ins Wochenende!

Viele Grüße,
Thomas

Kurzes Update: DORP-Rollenspiel

Dezember 19, 2009

So, nachdem sich intern der Staub um meinen halben Rücktritt gelegt hat und Scorp bereits erfolgreich das Tagesgeschäft wieder in Gang hat (siehe aktuelle Rezis auf der Mutterseite), dachte ich, gebe ich noch mal einen kurzen Zwischenbericht zum DORP-Rollenspiel.
Weihnachten hat, nicht zuletzt aufgrund der internen Umwälzungen, nicht funktioniert. Das Buch ist aber langsam wieder auf Kurs und ich denke, es wird ein Produkt, um sich drauf zu freuen. Derzeit arbeite ich noch das Lektorat ein – es ist unglaublich, wie viele Fehler in einem Buch stecken können, das bereits zwei Editionen lang von gut und gerne fünf Lektoren abgesucht wurde – und ich denke alleine dafür haben sich die Mühen gelohnt. Es macht so einfach einen viel, viel reiferen Eindruck.

Der Buchumschlag ist auch fertig und sieht etwas anders aus als bisher. Natürlich bleibt das tolle Cover von Tobi Mannewitz bestehen, aber alles drum herum hat ein starkes Facelifting erhalten und wirkt viel mehr aus einem Guss, als es das bisher getan hat. Sowie wir letzte Fragen wegen des Backcover-Textes geklärt haben, poste ich da auch gerne mal eine Vorschau hier.
Das einzige, was dann noch fehlt, sind die Werbeseiten am Ende. Nichts wildes, nicht zu viel, aber wenn man das Dingen schon im größeren Stil publiziert, dann kann man ja auch ruhig mal auf all das verweisen, was man sonst so treibt. Und natürlich vielleicht eine kleine Zukunftsaussicht gewähren, was „DORP im Druck“ betrifft.

Ich hoffe, dass wir das Buch Anfang Januar in den Druck schicken können, damit es dann Ende Januar verfügbar ist. Ich werde tun, was ich da tun kann, versprechen will ich aber nichts, zumal gerade eine Grippe daran arbeitet, meinen eigenen Vorweihnachtsstreß noch zu erhöhen.
Aber wir tun, was wir können!

Viele Grüße,
Thomas