Archive for the ‘Unsere Spiele’ Category

Das Dorpendium ist verfügbar (und: Der finale Umschlag)

Dezember 15, 2010

Hallo zusammen!

Wir hatten versprochen, Bescheid zu geben und nun ist es so weit: Das Dorpendium Maleficarum ist bei BoD lieferbar.

Und damit ihr noch einen weiteren Vorgeschmack habt, hier der finale, komplette Umschlag des Buches:

Der finale Umschlag vom Dorpendium Maleficarum

Wer sich für den Titel interessiert, sei auch noch mal auf unsere FAQ verwiesen – dort steht auch, wie ihr das Buch direkt bei uns beziehen könnt, was anders als die Bestellung bei BoD sogar ohne Porto-Kosten vonstatten geht.

Viele Grüße,
Thomas

Das Dorpendium steht vor der Türe – wichtige FAQ!

Dezember 12, 2010

Hallo zusammen!

Das Dorpendium ist so gut wie da, die Druckdateien sind bereits beim Verlag und alle Augen richten sich bei uns demnach nach Norderstedt zu BoD. Aber einiges ist dieses Mal anders als beim DORP-RPG – und damit ihr alle Fakten habt, gibt es diese praktische FAQ hier.

Was ist das Dorpendium?

Kurz und knackig: Das Dorpendium ist der ergänzende Quellenband zum DORP-Rollenspiel. Es umfasst 84 Seiten, 14 davon farbig, und erweitert das Spiel in jede nur denkbare Richtung um neue Elemente, die es nicht nur spielbarer, sondern auch lustiger machen.

In welchem Format erscheint das Buch?

Das Buch gibt es bereits seit Jahren als PDF bei uns auf der Seite. Die überarbeitete Ausgabe allerdings erscheint als Softcover-Buch im Format 17×22 – also so groß wie das Grundregelwerk, nur „weicher“.
Das Buch wird dadurch aber auch erheblich billiger: Für 12 Euro kann es euer sein.

Wann wird es verfügbar?

Das Buch erscheint Mitte Dezember. Wie schon geschrieben sind die Dateien bereits bei BoD, der Rest entscheidet sich dort. In der Vorweihnachtszeit ist die Auslastung da oft etwas größer, insofern belassen wir die Prognose derart grob.

Wo kann ich es bekommen? Kann ich vorbestellen?

Das hier ist jetzt wichtig: Anders als das Grundregelwerk erscheint das Dorpendium nicht im regulären Buchhandel. Es wird zwei Möglichkeiten geben, an das Buch zu kommen. Zum einen wird es regulär über den Shop von BoD verfügbar sein, zum anderen direkt bei uns – was für uns übrigens die bessere Variante ist. Und für euch auch, denn bei uns kostet es kein Porto, bei BoD schon.
Wenn ihr Interesse an dem Buch habt, dann schickt uns doch bitte eine E-Mail an bestellung(at)die-dorp(punkt)de. Wir schauen dann mal, wie viele Leute sich für den Titel interessieren und können dahingehend dann auch die Bücher vorab produzieren lassen. Sobald die Bücher dann bei uns eintreffen, schicken wir euch dann eine E-Mail mit den Kontodaten sowie der Bitte um die Lieferadresse an. Alles unverbindlich, aber das Buch geht erst raus, wenn wir das Geld haben. 😉

Heißt das, dass das Buch limitiert ist?

Ja und nein. Anders als andere Veröffentlichungen im Rollenspiel-Bereich dieses Jahr ist das Buch auf keine bestimmte Stückzahl limitiert. Jeder, der eines haben möchte, kann es bei uns oder bei BoD erwerben. Allerdings wird das Buch wohl nur bis Mitte 2011 produziert. Wir warnen noch mal vor, das Buch wird nicht einfach verschwinden, aber es wird eben nicht ewig verfügbar sein…

Softcover, kein Buchhandel, zeitliche Begrenzung – warum?

Kurz und bündig: Wirtschaftlichkeit. Es bringt nichts, einen Titel mit ISBN zu versorgen, den nur ein paar Dutzend Leute kaufen und das dann auch innerhalb der ersten paar Monate, so dass wir in der restlichen Zeit auf den Kosten sitzen bleiben. Durch die leicht reduzierte Verfügbarkeit des Produkts wird die Druckfassung für uns lukrativer und ihr bekommt einen guten Preis, wir gewinnen also alle. 🙂

Viele Grüße,
Thomas und Scorpio

Download: Die 1W6 Freunde und die Wurst des Verderbens

Dezember 6, 2010

Ja, die DORP gibt es noch! Das Redesign läuft nach ein paar Datenbankproblemen wieder rund und sollte noch diesen Monat veröffentlicht werden, wenn es nicht noch zu unerwarteten Problemen kommt. Aber das nur zu unseren Arbeiten, von denen ihr erstmal nichts mitbekommt…

Was euch aber sehr wohl sehen und nutzen könnt, ist Thomas‘ neues Abenteuer für die 1W6 Freunde! Nachdem wir im Oktober bereits Die 1W6 Freunde und die verschwiegenen Orte veröffentlich hatten, folgt nun ein 19-seitiges Abenteuer über die Erpressung einer bekannten Wurstfabrik. Bis wir die neue DORP fertiggeprügelt haben (es gibt dann auch mal einen Rückblick auf die Grauen denen wir uns  stellen mussten…), findet ihr das Abenteuer hier im Blog.

Doch damit schließen wir unsere Downloads für die 1W6 Freunde noch lange nicht ab! Freut euch Anfang nächsten Jahres auf Die 1W6 Freunde und die Kastanienmännchenverschwörung, bei der sich die jungen Helden militanten Umweltschützern, skrupellosen  Vertretern der Millionenstadt und weiteren Schurken stellen müssen!

Bis dahin ist noch viel zu tun, ich hoffe ihr bleibt uns wohl gesonnen. 🙂

Das Dorpendium im Druck, Teil 5: Das Layout

November 3, 2010

Hallo zusammen!

Wie schon beim DORP-Rollenspiel, so ist auch beim Dorpendium das Layout eine unerwartete Hürde. Und das nicht einmal, weil es so unglaublich komplex oder kompliziert ist – eher im Gegenteil.

Wenn man sich beispielsweise mal unser Die 1W6 Freunde anschaut: Das ist vollfarbig, hat einen durchgehenden, grafischen Seitenhintergrund, die Bilder sind farbig, teilweise ins Design eingebettet und das Buch sieht, meiner Meinung nach, einfach schön aus.
Das DORP-Rollenspiel ist nicht weniger schön, aber viel simpler. Es mutet teilweise mehr wie ein Rollenspiel rund um die Jahrtausendwende an. Und das ist natürlich Absicht.
Sehr viel von der Struktur des Spieles war damals von den WoD-Systemen von White Wolf inspiriert – das beginnt ja schon mit den Zitaten, die jeweils ein Kapitel einleiten. Währen wir Shadowrunner gewesen, gäbe es vermutlich DORP-Talk am unteren Seitenrand, aber wir waren halt eher WoDler, insofern kam viel Inspiration aus der Ecke.
Sicher, es gab auch andere Einflüsse wie etwa d20 allgemein oder auch Engel; aber man muss sich nicht weit aus dem Fenster lehnen um zu sagen, dass Engel selbst auch durchaus sehr aus der WoD-Denkrichtung heraus konzipiert worden ist. Zumindest anfangs.

Ich habe ja bei diesen Beiträgen hier schon häufiger betont, wie wichtig es uns ist, dass weder DORP-Rollenspiel noch Dorpendium ihre ursprüngliche Anmutung verlieren. Dass das Spiel in seiner Gesamtheit nicht anders wird, nur –ich liebe diese totale Nullaussage – „behutsam modernisiert“ halt.
Und dann sitzt man halt an dem Layout und an so vielen Stellen juckt es einen in den Fingern, ganze Dinge über den Haufen zu werfen – aber dann lässt man es eben doch bleiben. Und ich denke, das Spiel profitiert davon.
Das Dorpendium Maleficarum sieht aus wie ein Buch seiner Zeit, aber so poliert und auf dem Stand der eigenen Ansprüche, den die DORP anno 2010 an den Tag legt. Und das sieht dann, auf seine ganz eigene Art und Weise, doch wieder wirklich gut aus.

Auf Seitenrahmen kann man laufen?

Zumal das Buch schon immer, auch als Download, teilweise einen sehr freien Umgang mit Konventionen und Regeln hatte. Mein persönlicher Liebling ist da definitiv eine Seite, in der kleine, nur wenige Pixel große Wesen, die in ihrem Look her vermutlich nicht ganz unbekannt sind, sich bedächtig ihren Weg durch das layout graben. Dass das sogar noch zum Inhalt des Buches passt, ist dann einfach noch der Gipfel.
All diese Gags sind natürlich noch drin, wenn auch teilweise neu gebaut, um einfach insgesamt besser auszusehen.

Wenn es eine „Old-School-Renaissance“ gibt, muss es eine „New School“ geben. Das Dorpendium ist aber noch mal etwas anderes. Wir sind wohl die „Mid School“.

Einen Beitrag werde ich hier bis zum Erscheinen des Buches noch schreiben. Kommendes Mal erzähle ich euch noch etwas zu Format und Umschlag des Buches und warum wir uns dazu entschieden haben, dass das Dorpendium im Softcover erscheint.
Dann gibt es auch einen Preis und die ganzen anderen Formalia.

Viele Grüße,
Thomas

Download: Die 1W6 Freunde und die verschwiegenen Orte

Oktober 23, 2010

Hallo zusammen!

Vor genau einem Jahr, zur SPIEL in Essen, haben wir in Zusammenarbeit mit Prometheus die Druckauflage unseres Die 1W6 Freunde – Das Jugenddetektive-Abenteuerspiel herausgebracht.
Doch nach einer langen Phase des Stllschweigens und der Ankündigungen machen wir ab heute Nägel mit Köpfen und tun, was wir schon lange vorhatten: Wir bringen Zusatz-Material.

Die 1W6 Freunde und die verschwiegenen Orte

Den Auftakt macht etwas, was ich mal die „deleted scenes“ zum Grundregelwerk nennen möchte: Die 1W6 Freunde und die verschwiegenen Orte.
Ralfs Ortsbeschreibungen, die unsere Millionenstadt mit Leben gefüllt haben, mussten leider um mehrere Seiten (!) gekürzt werden, da wir produktionsbedingt das Buch in einem gewissen Gesamtumfang halten mussten.
Ab heute sind die restlichen Ortschaften allerdings für die breite Allgemeinheit verfügbar.

Vorerst vor allem hier im Blog – und demnächst dann auch auf der flammneuen DORP.

Die 1W6 Freunde und die verschwiegenen Orte herunterladen

Doch hiermit nicht genug. Unser zweiter Download steht bereits in den Startlöchern und ist der Auftakt zu der bereits einmal angesprochenen Abenteuer-Reihe zum Spiel. Der Titel?

Die 1W6 Freunde und die Wurst des Verderbens.
Mehr bald dazu an dieser Stelle hier.

Viele Grüße,
Thomas

Das Dorpendium im Druck, Teil 3: Die Illustrationen

September 22, 2010

Hallo zusammen!

Wir hatten ja damals bereits beim DORP-Rollenspiel beschlossen, unsere Illus möglichst von bestehenden und werdenden Größen der Rollenspiel-Szene gestalten zu lassen, denn immerhin ist das DORP-Rollenspiel ja das „rollenspieligste“ Spiel von allen.
Als wir uns demnach an das Dorpendium machten, war uns klar, dass wir in die gleiche Kerbe würden schlagen müssen. Ich denke, man kann mit Fug und Recht attestieren, dass uns das auch gelungen ist und die Liste der Zeichner, die an dem Buch mitgewirkt haben, muss sich sicherlich hinter der des Grundregelwerks nicht verstecken. So kehrte Melissa Uran zurück und griff sogar die Figuren, die sie im Grundbuch verwirklicht hatte, noch einmal auf, und neue Sterne am Rollenspiel-Firmament wie Mia Steingräber fanden ihren Weg zu uns.

Wir wollten allerdings auch etwas Neues bieten. Und nachdem die Comics vom Dailor im Grundregelwerk bereits gut angekommen waren, beschlossen wir, diesen Bereich weiter auszubauen. Marcel schlug den Kontakt zu den „Movie Comics“, einem mittlerweile offenbar ganz aus dem Netz verschwundenen Web Comic von David Breen, der uns die Nutzung einiger Bilder gestattete.

Eine besondere Rolle nahm aber François Launet ein, der Mann hinter der Unspeakable Vault of Doom. Wir trafen François, wie so viele andere unserer Künstler auch, auf der Spielemesse in Essen. Wir waren gerade an „CthulhuPunk“ vorbei gekommen und lachend gerade über die Vorstellung, wie wohl „Cthulhu-Punks“ aussehen würden.
Wir erzählen François davon, er lachte mit uns und wir verständigten uns darauf, dass er diese Unsinns-Idee für seine „Unspeakable Vault“ verwerten würde, wir diesen einen, speziellen Strip aber auch ins Dorpendium packen würden.

Ausschnitt aus dem kompletten Comic #62

Als der Comic dann aber ins Netz ging – und da gibt es ihn bis heute an dieser Stelle hier – fanden wir drei noch eine ganz andere, kleine Überraschung vor: Häufig sterben in seinen Comics winzige Männchen am Wegesrand – aber wer die Gestalten dort einmal mit denen auf dem DORP-RPG-Cover vergleicht, erkennt, dass François an dieser Stelle tatsächlich uns dem Tode überantwortet hat.
Das ist nur eine von vielen eigentümlichen Anekdoten, die sich um das Spiel ranken.

Aber diese Illu gab es schon im Netz, gab es schon im Download. Doch die Druckversion des Dorpendiums wird mehr bieten als nur das. Mehrere neue Illustrationen werden ihren Weg in das Buch finden, von denen genau eine beispielhaft hier auch am Seitenrand zu finden ist.

Das Logo der BSAF

Um eines der kleineren Beispiele zu bringen: Eine der viele, vielen Oppositionen in dem Buch ist die BSAF, die „Bad Smiley Armee-Fraktion“. Was es damit auf sich hat, wird im Buch stehen, doch eine Illustration hatte die BSAF bisher nicht. Zwar hatte ich damals selber eine begonnen, doch die hatte es letztlich aufgrund mangelnder Qualität nicht geschafft. Doch anno 2010 schien die richtige Zeit, eine kleine, obskure Verneigung vor den Watchmen in dieses Buch einzubauen.
Es ist bei weitem nicht die einzige – Marcel liebte den Comic schon damals. Heute werden es vermutlich nur mehr Leute erkennen können.

Wann immer wir François übrigens noch einmal begegnet sind, beteuerte er in seinem unglaublich charmanten Englisch mit schwerem, französischem Akzent, dass er gerne noch mal mit uns zusammenarbeiten würde.
Wer weiß, vielleicht kommt es ja doch noch mal eines Tages zu Format: DORP

Viele Grüße,
Thomas

Das Dorpendium im Druck, Teil 2: Das Cover

September 7, 2010

Hallo zusammen!

Schon während ich am DORP-Rollenspiel saß, zeichnete sich ab, dass mit dem Cover des Dorpendium ungeahnt viel Arbeit einhergehen würde. Natürlich werden wir an der phantastischen Cover-Illustration von Tobias Mannewitz treu bleiben, das ist gar keine Frage. Dennoch bahnte sich bald ein Problem an…

Generell waren wir zu dem Cover getan wie die Jungfrau zum Kinde. Wir hatten Tobi dazu gekriegt, uns das DORP-Cover zu skribbeln und er hatte dann aus eigenem Antrieb danach gefragt, es auch colorieren zu dürfen. Als er dann von uns auf einer Con von dem Dorpendium erfuhr, war er sofort wieder mit an Bord. Unsere Angaben für ihn waren „So wie das vom ersten Buch, nur mit Matrix“ – was er wunderbar löste.

Eine ulkige Randnotiz dürfte übrigens tatsächlich bisher niemand außerhalb der DORP bekannt sein. Denn wir hatten den von Marcel auch oft nur „Kartengott“ genannten Tobi damals auch einmal drauf angesprochen, eine Karte von Nerdor zu zeichnen. Für „jene, die erst später zugeschaltet haben“ sei gesagt, dass Tobi in der Rollenspiel-Szene unter anderem wegen seiner phantastischen Karten bekannt wurde.
Das kam nie zustande. Das lag aber nicht an Tobi, der ja auch im Inneren des Buches noch Artwork beigesteuert hat, sondern an uns. Denn wir konnten uns nicht so richtig darauf verständen, wie eine Karte des „echten Nerdor“ aussehen müsste. Ergo blieb es bei dem frommen Wunsch.

Aber wie gesagt: Wir hatten ein Problem, jetzt und konkrekt. Denn das Cover liegt uns nicht in voller Auflösung vor. Das ist traurig, auch ein bisschen peinlich, aber als Tobi uns das Cover vor Jahren angelegt hat, da layouteten wir glaube ich noch mit Word. Da hat niemand, auch er nicht, dran gedacht, dass wir diese Datei vielleicht mal in voller, druckbarer Pracht brauchen würden.
Wir stellten diesen Missstand erstmals 2008 fest, als wir den Nachfragen, ob es das Motiv als Poster bei uns geben könne, nachgingen und feststellen mussten, dass wir kein Poster drucken können.
Ich traf Tobi damals auf der RPC und wir sprachen darüber, aber er konnte uns in Sachen Originaldatei auch nicht mehr weiterhelfen.

Das zweite Mal stieß ich auf das Problem, als ich die Werbeseite hinten im Grundregelwerk für die Druckauflage gestaltet habe. Und nun, im Spätsommer 2010, muss eine Lösung her.

Im Grunde ist es dann natürlich eine einfache Rechnung. Wenn wir auf jeden Fall bei Tobis Cover bleiben wollen (was der Fall ist), dann gibt es nur einen Ausweg: Interpolation.
Was dann folgte will ich hier im Detail gar nicht auswalzen müssen, aber viele, viele Stunden der Bildbearbeitung später haben wir nun ein Cover zur Hand, das von seiner Qualität her wieder zumindest druckbar ist, ohne in Artefakten zu ertrinken.
Es wird nie die knackige Schärfe eines voll aufgelösten Covers bieten können, aber es wird gut aussehen. Richtig, richtig gut.

Vorher Nachher

Damit ist das nächste, kleine Stück des Weges zu einem abgeschlossenen, fertigen Dorpendium abgeschlossen – aber es waren auch schon sehr viele Schritte dafür notwendig.

Demnächst erzähle ich euch in Teil 3 dieser Rubrik hier, was sich bei den Illustrationen im Inneren des Buches so getan hat.

Viele Grüße,
Thomas

Blut und Titten: „I spent my reward on ale and whores!“

August 24, 2010

Seitdem ich an dem Savage-Worlds-Setting Blut und Titten sitze, beschäftigt mich eine Frage: Wie regle ich das System der Reichtümer, welche die Spieler finden sollen?

Nicht nur die Helden der klassischen Sword & Sorcery streben ständig nach Reichtum, auch Spielercharaktere erfreuen sich in der Regel an allem, was glänzt und wertvoll ist: ein toller Motivator also. Nun gibt es zwei sehr unterschiedliche Herangehensweisen, Reichtümer im Rollenspiel umzusetzen. Das erste wäre die Simulation, in der man einen Gegenstand anhand seiner Ressourcen und der Arbeitsleistung innerhalb der Spielwelt bemisst, oder zweitens, anhand seines Nutzens im Spiel und damit abstrakt. Beides hat seine Vor- und Nachteile.

D&D ist beispielweise ja völlig absurd was sein Geldsystem angeht und in keinster Weise eine Simulation. Die Mengen an Gold, Platin oder Residium, die man bereits ab den mittleren Stufen erhält, würden locker reichen eine kleine Stadt zu bauen. Stattdessen geben es die Charaktere einer Person, um im Gegenzug einen magischen Gegenstand zu erhalten, der sie entweder andere besser treffen lässt oder sie selbst besser schützt.Das ist nicht wirklich ein Simulations-Ansatz, ABER das System liefert genau das, was es im Spiel soll… eine weitere Ressource neben den XP, um die Spieler zu verbessern und als solches ist es hervorragend eingebunden. Als SL weiß man, wieviel man seinen Spielern geben muss, damit die Levelprogression normal von statten geht.

Beim Simulationsansatz ist das nicht der Fall. Wieso sollte Alvin Drachenhauer, der Held von Ansbach bei Blaufurt, für 20 Kupfer Schafe hüten, nur weil das die normale Bezahlung dafür wäre? Die Frage müsste dann eher sein, wieso würde er so etwas tun und nicht einen Auftrag suchen, der entsprechend seiner Fähigkeiten bezahlt wird? Bei DSA oder auch in unserer Savage-Worlds-Runde ergoss sich ein spontaner Geldsegen über die Charaktere, als sie von Gegnern mit Reittieren überfallen wurden, welche selbst nach den normalen Abzügen für Wiederverkäufe mehr Geld einbrachten, als der eigentliche Auftrag. Bei Shadowrun existiert schon sehr lange das Paradigma, dass es eigentlich sehr viel lukrativer wäre, Autos zu stehlen, als sein Leben bei einem Schattenlauf aufs Spiel zu setzen (jedenfalls, wenn man sich an die SEHR groben Richtlinien hält, die SR einem an die Hand gibt… und diese findet…).

Falls man versucht beides zu kombinieren, können dann SEHR absurde Ergebnisse herauskommen, wie etwa Warhammer 2nd. Dort fassten wir irgendwann den Plan, eine Kuh für wenig Geld zu erstehen, um dann aus ihrer Haut Dutzende Schleudern zu schneiden, die wir jeweils für ein Vielfaches des Preises der Kuh hätten verkaufen können! Auch der Silberschmuck bei DSA ist da ein schönes Beispiel, weil er weniger kostet als unverarbeitetes Silber (was ich allerdings nur vom Hörensagen her kenne). Das führte uns zu dem Gedankenkonstrukt des lustigen Berufs des Schmuckschmelzers, der dadurch reich wird, dass er Schmuck aufkauft, einschmilzt, in Barren gießt und mit Gewinn weiterverkauft (tja, an wen eigentlich?).

Einen komplett anderen Ansatz verfolgen die WoD-Systeme und auch Reign. Hier wird der Reichtum nicht in konkreten Zahlen wie Münzen oder einem Tauschwert gemessen, sondern in einem abstrakten Wert für das allgemeine Vermögen des Charakters bzw. der Organisation. Das macht viele Dinge sehr einfach, z.B. muss man dann nicht jedesmal anfangen im Bereich Geld zu radieren, wenn man einen Becher Bier bestellt oder Rationen kaufen geht. Allerdings ist es auch unbefriedigend, wenn die Spieler mit „Reichtum 3“  ein Barbarendorf plündern und dann Wertsachen für „Reichtum 2“ finden, was ihren Wert nicht steigen lässt, wodurch der Überfall und die damit verbundene Gefahr nicht sehr sinnvoll war. Unsere Exalted-2nd-Runde zeigte dereinst auch, welche Einschränkungen das System mit sich bringt, gerade wenn man versucht High Fantasy darzustellen. Was hält einen Spieler davon ab, 20 Henchman anzuheuern, wenn die für einen Tag Arbeit „Reichtum 2“ verlangen und er „Reichtum 3“ hat, sein Wert sich also nicht verändern würde? Klar, der SL kann immer noch sagen „Bei so vielen Leuten ist das aber Reichtum 3 statt 2“ , aber dann hätte der Spieler auch jedes Recht zu fragen „Wie viele bekäme ich denn dafür und woran machst du das fest?“ Und das genauer festzulegen würde die ganze Sache wieder so verkomplizieren, dass die Ursprungsidee von dem „Reichtum nebenbei“ verloren ginge.

Da Blut und Titten praktisch keine magischen Gegenstände kennt (dafür besondere Materialien von erschlagenen Monstern, wie uns die Dame links oben schon einmal demonstriert, doch dazu ein späterer Eintrag…) und auch sonst eher Tauschhandel herrscht, gibt es keinen „Money-sink“. Dieser Begriff stammt aus dem Bereich der Onlinerollenspiele und beschreibt, für was die Spielercharaktere ihr erworbenes Geld ausgeben können und müssen, damit die Ökonomie des Spiels nicht zusammenbricht. Also, was tun mit dem Geld?

Damit der Fluss des Reichtümer stetig in Bewegung bleibt und auch die Charaktere immer wieder Motivation haben weiter auf Abenteuer auszuziehen, kann man bei BuT Reichtümer gegen XP tauschen, allerdings nur maximal einen XP pro Sitzung (ist bei Savage Worlds durchaus viel, weil es normalerweise zwei pro Abend gibt!). Effektiv verfeiert der Charakter einen guten Teil seiner Reichtümer und je mehr er hat, desto mehr investiert er auch, damit die Party entsprechend schillernd wird! Das soll simulieren, dass die Helden bei Sword & Sorcery eben immer blank sind und die Spieler sollen dafür belohnt werden, wenn sie entspechend handeln. Dazu kann der Spieler dann noch mit einer Idee kommen, wie er das Geld herausgeworfen hat, solange es weitere Konflikte bzw. Abenteuer bringt (Schatzkarte gekauft, Frau des Stadtherrschers verführt, beim Spielen betrogen worden, etc.). Alternativ zieht man eine Karte und schaut, was das Schicksal für einen bereithält (mein Favourit bisher: Der Charakter erwacht mit einer neuen, höchstens handtellergroßen Tätowierung. Das Motiv wird vom Spieler rechts von ihm und der Ort vom Spieler links bestimmt.). Ja, da habe ich mich dazu von Barbarians of Lemuria inspirieren lassen. Zusätzlich gibt es aber auch noch Boni auf Umhören-Würfe (gib eine Runde aus und die Leute danken dir, lass sie einen Abend auf deine Kosten feiern und sie erzählen dir, was du willst!) und Würfe auf natürliche Heilung außerhalb der Reihe (wenig realistisch, aber die Heilungszeiten sind bei SW einerseits recht lang und andererseits soll wildes Feiern ja richtig vom Spiel belohnt werden).

Der Casus Knakus ist nun: Nehme ich ein System, das auf bestehende Elemente bei Savage Worlds zurückgreift und den monetären Wert, bzw. den Tauschwert eines Objekts berücksichtigt und nehme in Kauf, dass die Spieler jedem Barbaren den Ledenschurz umdrehen, um nach Wertgegenständen zu suchen, oder nehme ich ein abstraktes System, bei dem die Spieler, sofern sie entsprechend reich sind, sich nicht mehr mit solchen Sachen abgeben (bis sie ihr Geld verfeiert haben…)? Die Vor- und Nachteile dieser Systeme habe ich weiter oben angerissen. Hat jemand Erfahrungen, die er teilen möchte oder Empfehlungen? Ich bin gespannt, denn das bestehende Material ließe sich einfach in beide Richtungen erweitern.

Die DORP auf dem Feencon 2010

Juli 31, 2010

Markus "ego" Heinen am DORP-Stand bei der Arbeit

Edit: Ein paar Bilder nachgetragen…

Still ist es hier im DORP-Blog geworden. Doch das ist nicht das Ende, sondern eher die Ruhe vor dem Sturm. Wir prügeln mit vereinten Kräften auf das Redesign der DORP ein, damit unsere Webseite bald mal im 21. Jahrhundert ankommt, doch dazu in einem späteren Beitrag mehr…

Letztes Wochenende war die DORP auf dem Feencon in Bonn wieder mit einem Stand und natürlich auch Programm vertreten! Zunächst einmal ein dicker Dank an die GfR-Orga für die Möglichkeit uns zu präsentieren. Es war im Vorfeld leider etwas chaotisch für uns, weil meine Wenigkeit in der Woche vorher gesundheitlich ausgefallen war, doch nach viel Hetze und Loveparade-Chaos der Deutschen Bahn konnte ich dann doch Samstag gegen 14 Uhr mit dem Material unseres Standes meine Kollegen begrüßen. Auch wenn wir dieses Jahr kein DORP-Regelwerk verkauft haben, so war das Interesse an diesem satirischen Buch und auch all unseren anderen Werken nach wie vor groß. Unser eindrucksvolles Repertoir an Downloads bringen wir ja inzwischen ausgedruckt und gebunden mit auf die Cons, um den Leuten zeigen zu können, wofür wir uns die Nächte um die Ohren schlagen.

Savage-Worlds-Runepunk--Kurzrunde am Samstag

Aber wir wären natürlich nicht die DORP, wenn wir nur herumgesessen hätten. Samstag wie Sonntag habe ich eine Savage-Worlds-Runde im Runepunk-Setting präsentiert, die auch gut aufgenommen wurde. Savage Worlds kam ebenso gut an wie das Setting und auch der Umgang mit Trifolds ging den neueren Spielern bald flott von der Hand. Noch flotter wäre es gegangen, wenn ich nicht Bennies, Gentleman’s Edition, Charakterbögen und Spieler-Sets vergessen hätte. Naja, jünger werden wir ja alle nicht. Apropos… Prometheus Games mit denen wir zur SPIEL 2009 die 1W6 Freunde veröffentlicht hatten, waren dieses Jahr leider nicht vor Ort, weil es einen Kommunikationsfehler mit der Feencon-Orga und die bösen Sommerferien gab. Die Jungs und Mädels vom Zunftblatt ließen sich nicht lange bitten und bauten ihren Stand weiter aus… und pflegten auch den Kontakt zu unserem Standpersonal weiter.

DORP und Mantikore

Ebenso wie Moritz und der Rest der Mantikore-Crew, mit denen wir wieder zusammen einen Stand hielten. Macht immer wieder Spaß mit denen. 🙂 Ansonsten lief der Tom Samstag wieder fleißig über die Messe und knipste, Janine kümmerte sich um die Kunden und Markus zeichnete für Kunden und Blut und Titten.

Auch dieses Mal wurden uns die BuT-Lesezeichen aus den Händen gerissen und die Versteigerung des Shirts zu unserem Barbaren-Rollenspielsetting war hoffentlich nicht nur für uns ein Höhepunkt der Auktion. Viel Spaß an die Dame, die fortan mit Blut-und-Titten-Schriftzug umherlaufen kann!

Insgesamt konnten wir nicht mit so vielen Mitgliedern aufschlagen, wie sonst, was unter anderem an einem Drehtermin für den Film Hilde und die Glocken der Amazonen lag. Alleine von dem Film zu berichten, sorgte bei einigen Standbesucherinnen für spontane Begeisterungsstürme und den Wunsch daran teilzunehmen. Das es weit leerer als sonst wirkte, lag aber nicht nur an der gerade Mal Handvoll an DORPlern. Insgesamt wirkte die Con leider nicht so gut besucht wie sonst… wobei ich mich auch täuschen kann, da ich nur selten draußen war, wo sich sicherlich einige Runden in den Park gepflanzt haben. Das die Cthulhu-Con am gleichen Wochenende stattfand, hat sicher auch nicht geholfen…

Die Crew vom Zunftblatt

Da aber keine Con ohne Deals abläuft, werden wir wohl schon bald wieder auf einem Con zu finden sein, genauer gesagt dem Krähen Con in Krefeld, am 4. und 5. September.

Ich danke im Namen der DORP allen, die an unserem Stand gehalten und mit uns gequatscht, in unseren ausgedruckten Downloads geblättert und mit uns gelacht und diskutiert haben. Wir freuen uns schon auf die nächste Feencon. 🙂

Die 1W6 Freunde und der Pfad der Abenteuer

April 24, 2010

Hallo zusammen!

Nachdem wir uns nun, nach Monaten, die wir scheinbar vor allem mit Selbstverwaltung verbracht haben, auf der RPC ja schon wieder – wie wir hoffen – gut aufgelegt und guter Dinge präsentieren konnten, gibt es nun auch langsam wieder konkrete Veröffentlichungspläne.

Einigen Leuten auf der Messe in Köln habe ich von dem Projekt, von dem ich heute sprechen will, schon erzählt, ansonsten dürfte die Kunde allerdings noch „druckfrisch“ sein: Wir bringen Abenteuer zu den 1W6 Freunden. Gut, dass wir, nachdem das Buch via Prometheus sogar weitläufig den Weg in die Läden gefunden hat, nicht einfach die Füße stillhalten würden, war abzusehen. Hier und heute verrate ich euch aber mal, wie das aussehen wird.

Es wird im Laufe des Jahres eine ganze Reihe von Abenteuern ihren Weg auf unsere Seite finden. Alle sind sie als Oneshots angelegt und dennoch gibt es ein übergreifendes Geheimnis, das sich jenen erschließen wird, die alle Teile der auf „etwa 5 Abenteuer“ angelegten Reihe. Geschrieben werden die Titel teilweise vom bekannten Personal, teilweise aber auch von vielleicht eher unerwarteten Gestalten.

Die Reihe richtet sich dabei an alte Hasen wie Neueinsteiger gleichermaßen. Die Idee ist, mit jedem Abenteuer sowohl die Komplexität und Varianz der Geschichte zu erhöhen, und so nach und nach zu zeigen, was so alles in unserem Spiel an Potential steckt.

Den Auftakt wird ein Abenteuer aus meiner Feder bilden: Die 1W6 Freunde und die Wurst des Verderbens. Details dazu verrate ich aber dann erst beim nächsten Mal, wenn ich aus den Notizen des Spieltests eine endgültige Fassung geformt habe. Erstes Feedback, Nachfragen, Kommentare oder den Willen der Beteiligung nehmen wir natürlich immer gerne per Mail oder Kommentarfeld entgegen!