Blut und Titten auf der DORP

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Ja, ich schreibe an einem Savage-Worlds-Setting, das Blut und Titten heißt. Interesse geweckt? Ich denke schon, denn Blut und Titten funktioniert immer.

Nun, wie kam es dazu? Markus, seines Zeichens verantwortlich für die Illustrationen der meisten DORP-Downloads, und meine Wenigkeit saßen auf der RPC 2008 am Stand der DORP und haben lange unsere Scherze über ein deutsches Rollenspiel gemacht, dass es seinen Erfolg nur auf Blut und Titten stützen könnte. Und während wir herumscherzten kam dann die Frage auf, ob wir nicht ein Spiel für genau diese Ansprüche machen könnten. Nur ehrlicher, darauf konzentriert, den Geist des Spieles zu erfassen und es klar zu einem Spiel des blutigen Gemetzels zu machen, in dem großbusige Schönheiten sich neben muskelbepackten Kriegern in Abenteuer stürzen konnten.

Viele Überlegungen später entschloss ich mich dann Savage Worlds als Regelsystem zu nehmen, da wir aktuell in unseren Gruppen alle ziemlich begeistert von dem Spiel sind und es mit seinem „Fast! Furious! Fun!“-Gedanken einfach perfekt auf unsere Bedürfnisse passte. Blut und Titten ist kein Spiel der subtilen Interaktion, des persönlichen Horrors oder elaborierten Handlungen. Es ist ein Spiel, in dem die Teilnehmer durch das Blut ihrer unwürdigen Gegner waten, vollbusige Schönheiten vor bösen Zauberern retten und ihre Reichtümer für das flüchtige Vergnügen einer durchfeierten Woche verprassen. Es soll primitiv, sexistisch und gewaltverherrlichend sein. Und alles mit einem Augenzwinkern.

Auf dem Feencon 2009 konnten wir bereits viele Leute für Markus‘ großartiges Cover begeistern und einige konservative ältere Herren schocken. Beim Setting-Wettbewerb von Prometheus Games konnte der Entwurf das ich vorgestellt hatte immerhin den sechsten Platz abgreifen, also scheint es durchaus Interesse an Blut und Titten zu geben. Well…Duh!

Blutige Quellen

Eine große Inspirationsquelle für das Spiel waren diverse Videospiele und Fatalities. Das sind besondere Tötungsanimationen und Spezialattacken, die meist besonders effektvoll sind und nicht selten auch extra belohnt werden, sei es nun mit Punkten, Heilung, mehr Schaden, etc. Ich denke da besonders an Golden Axe Beast Rider (Xbox 360), Viking (Xbox 360, PS3), Rune (PC), Total Warrior: Spartan (Xbox), Shadow of Rome (PS2), Weapon Lord (SNES), Mortal Kombat (diverse Teile auf diversen Systemen), Gears of War (Xbox 360), God of War I & II (PS2) und Ninja Blade (Xbox 360, PC). Aber auch Filme wie 300, Conan der Barbar, Conan der Zerstörer, Islandic Warrior, Pathfinder, Scorpion King, Barbaren – Stärker als Feuer und Eisen, Der Unbezwingbare Barbar und Ator haben einen bestimmten barbarischen, blutigen und auch trashigen Stil, den ich gerne in einem Spiel sehen wollte. Sex & Gore ist ja nicht den „neuen Medien“ *hüstel* vorbehalten, wie man in Büchern wie Conan von Robert E. Howard, Die Gotrek & Felix-Romane von William King aus der Warhammer-Fantasy-Reihe, die Gor-Romane von John Norman nachlesen kann. Wer mit diesen Quellen etwas anfangen kann, der sollte auch Blut und Titten im Auge behalten.

Bald gibt es dann hier auch noch die Kernkonzepte des Spiels und wie sich das Spiel seit den ersten Entwürfen bislang entwickelt hat.

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16 Antworten to “Blut und Titten auf der DORP”

  1. Moritz Says:

    Wenn ihr außerdorpliche Inspirationen zulassen wollte – funkt mich einfach an – ich bin zumindest bei Teil zwei eures Projekts Spezialist.

  2. greifenklaue Says:

    Bei den Blutschwertern regte sich ja jemand über das zu sexistische Tittencover bei – Achtung – raumhafen adamant auf. Möglicherweise wird hier seine Kritik mit Blut hinfortgespült… 😉

  3. Argamae Says:

    Klischees werden nicht dadurch lustiger, indem man sie auf möglichst großer Front zu Tode plakatiert. Merkt ihr es noch? Ich wünschte mir, das Rollenspielfundament in Deutschland würde nachhaltig gestärkt – durch sinnvolle und vor allem brauchbare Spielhilfen – aber stattdessen gibt es solche dummen One-Shot-Projekte, die bei real existierenden, erwachsenen Hobbyisten maximal ein mitleidiges Schmunzeln generieren, kollateral ggfls. grenzdebile, vorpubertäre Rollenspieler ernsthaft ansprechen, eine Handvoll Kurzrunden nach sich ziehen und dann wie verkaterte Vormittage ihren säuerlichen Weg in den Erinnerungsmülleimer finden.
    Laßt es euch einmal selbst auf der Zunge zergehen: Videospiel-Fatalities als Inspiration für ein Tisch-Rollenspiel. ‚Nuff said.

  4. Scorpio Says:

    Argamae, du gehst zum Lachen in den Keller, was? Du kannst gerne da unten deine Rollenspielkunst praktizieren, aber dann lass dem Rest der Welt doch bitte ihren Spaß.

  5. KULTist Says:

    Auch, wenn ich bei weitem nicht von SW überzeugt bin(als Universalsystem versagt es imho leider), würde ich eine Alternative mit Nicht-Zufallsbasierter-Charaktererschaffung gegenüber Hyperborea begrüßen.

    Da vor kurzem mit Barbaren! ein System veröffentlicht wurde, das ein ähnliches Feld beackert und leider überhaupt nicht meinen Ansprüchen genügt hat, mal zwei Fragen:

    – Sind magische/übernatürliche Fähigkeiten für SCs vorgesehen?
    Ohne ist es mir persönlich einfach zu langweilig und selbst Vorzeige-Barbar Conan hatte ja Magier/Schamanen in seiner Gruppe, über Leute wie den Beastmaster mal ganz zu schweigen.

    – Da ihr ja auch Klischees benutzen wollt: Gibt es bei euch Probleme mit bi/homosexuellen SCs?
    Und nein, ich rede hier nicht von tuntig, weinerlichekreischenden NSC-Bösewichtern oder lesbischen Gepielinnen, sondern zB der Wikinger-Berserker-SC, der seinen kollosalen Gegner am Bart hinter sich herzieht und sich nimmt, was ihm nach einem Sieg zusteht!?!

    Um mal grob Comic-Zeichner Ralf König zu zitieren:
    Spricht irgendwas gegen ‚Blut und haarige Muskel-Titten‘? 😉

  6. Scorpio Says:

    Als zaubernde Klassen sind Hexenmeister (Dämonenpakt plus fiese Patzer), Kriegsbarde (vor allem unterstützende Zauber) und Priester / Schamanen / Druiden (klerikale Magie im weitesten Sinne) vorgesehen

    Also der Fokus liegt klar auf Hetero-Kram, aber es wird keine Nachteile für bi- oder homosexuelle Charaktere geben. Auch wenn Frauen ein paar Vorteile bekommen. 😉

  7. KULTist Says:

    Okay!
    Damit klingt es jetzt schon besser als Barbaren! 😀

    Danke für die Info!

  8. Carsten Says:

    @Argamae

    „ch wünschte mir, das Rollenspielfundament in Deutschland würde nachhaltig gestärkt – durch sinnvolle und vor allem brauchbare Spielhilfen…“

    Welche Projekt schweben Dir in dem Bereich denn so vor? Vielleicht kannst Du die DORP Jungs ja dafür begeistern.

  9. vaxr Says:

    Argamae hat Recht.

    Augenzwinkern-Rollenspiele braucht kein Mensch. Wer tatsächlich eine „Blut-und-Titten“-Atmosphäre haben will, der kann das ohne weiteres auch so machen, und zwar mit besseren Ergebnissen. Als Selbstzweck ist das Klischee doch schon fad, bevor man auch nur zu spielen anfängt.

    Und dass „konservative alte Herren“ „geschockt“ waren, klingt nach den letzten Jahrzehnten doch arg nach Wunschdenken.

  10. Markus Says:

    So, dann auch mal ein paar Worte vom Illustrator.

    @Argame: Wie Carsten schon schrieb, was wären denn deiner Meinung nach brauchbare Spielhilfen? Ist ja nicht so das wir uns nur für Blut und Titten begeistern. Aber was ist gegen ein One-Shot ein zu wenden? Bei dir klingt das so als ob es was schlechtes wäre. Klar spiele ich auch gerne lange Runde mit toller Charakterentwicklung…aber manchmal hat man auch einfach mal Lust nach guter alter Art und Weise Kropszeuch über den Jordan zu schicken.
    Der Mensch ist im Grunde seines Herzens immer noch ein Tier, egal wie ziviliesiert er auftritt.

    @vaxr: Verallgemeinert, Augenzwinkernde Rollenspiele brauchst du vielleicht nicht, aber du kannst nicht für die gesamte Menschheit sprechen…alleine schon dass wir es machen beweisst das Gegenteil. Zumindest zwei Personen haben Spaß daran. Und zu deiner Kritik, womit kann man es denn mit besseren Ergebnissen selber machen? Bei solchen Kritikpunkten wünsche ich mir dann auch eine Erklärung dazu.

    Und alleine schon die Tatsache dass das Projekt kritische Gegenstimmen weckt finde ich, gemessen an der Flut von Rollenspielen die in all dn Jahren das Licht der Welt erblickt haben, interessant.

    • vaxr Says:

      @Markus:

      „alleine schon dass wir es machen beweisst das Gegenteil.“

      Es beweist vielleicht, dass ihr Spaß daran habt, so ein Spiel zu machen. Das bedeutet nicht, dass es anderen (nicht ins machen involvierten) auch Spaß macht, das Spiel zu spielen (und ich meine damit nicht die ganze Menschheit, sondern meine Einschätzung der Mehrheit der Rollenspieler).

      „womit kann man es denn mit besseren Ergebnissen selber machen?“

      Indem man einfach Elemente davon in sein Spiel einbaut (als Fluff, Hausregeln, was auch immer). Das Thema gibt einfach nicht genug her, ein eigenes Spiel daraus zu machen, bzw. würde damit überstrapaziert.

      • Markus Says:

        @vaxr:

        Wir machen es nicht nur weil wir es können, sondern auch weil wir Spaß daran haben und es selber spielen. Zudem habe ich den Scorpio und mich auch nur als Mindestmass aufgezählt um deine Theorie zu widerlegen. Viele mit denen wir darüber gsprochen haben würden es auch sofort spielen wollen. Sicher nicht alle, aber ich muss ja auch nicht jedes System oder Setting gleich gut finden, gibt ja auch genug Sachen die mcih einfach nicht ansprechen.
        War mir auch schon klar das sich dies eAussage nicht auf die gesamte Menschheit sondern nur auf diejenigen bezieht die auch sonst Rollenspiele spielen.

        Was die Gefahr angeht das es nicht genug hergibt. Möglich, aber darum befindet es sich auch noch in der Konzeptions- und Testphase. Aber zumindest bis jetzt scheint es noch genung her zu geben, wir werden einfach mal sehen wie es im Laufe des Jahres aussieht.

        Und zu guter Letzt…wir bieten es un umsonst an (ja auch der Download wird kostenlos sein) und es wird ja keiner gezwungen es zu spielen der es nicht möchte.

  11. Ralf Says:

    @Argamae und Carsten:

    „“Ich wünschte mir, das Rollenspielfundament in Deutschland würde nachhaltig gestärkt – durch sinnvolle und vor allem brauchbare Spielhilfen…”

    Welche Projekt schweben Dir in dem Bereich denn so vor? Vielleicht kannst Du die DORP Jungs ja dafür begeistern.“

    Warum sollte er die DORP-Jungs dafür begeistern, wenn er es – in Anlehnung an eine aktuelle Baumarkt-Werbung – einfach zu seinem Projekt machen kann? Wenn er so etwas in der deutschen Rollenspielszene vermisst, kann er doch selber Abhilfe schaffen, anstatt hier Kritik an einem Produkt zu üben, was a) noch nicht mal erschienen ist und b) augenscheinlich nicht für Ihn gedacht ist!

    • Ralf Says:

      @vaxr: Ich bewundere die Vermessenheit bestimmter Leute, welchen anderen Menschen vorschreiben wollen, was sie nicht brauchen.
      Ich denke, die Leute können selbst entscheiden ob sie Lebenssaft und Hupen wollen.

  12. Greifenklaue Podcast #1 – Von der RPC « Greifenklaue’s Blog Says:

    […] und unser Ausgabeverhalten. Die DORP war ein weiterer Nachbar mit dem Dorp-Rollenspiel, Blut & Titten und Dorp-TV. Larp-TV und Dragon Age-Fantrailer. Q-Workshops und ihre Pathfinderwürfel. Chessex und […]

  13. Jed Clayton Says:

    Hallo DORP usw.!
    Ich bin echt froh, diesen Blog gefunden zu haben. Ja, wirklich. 😉

    Ich war z.B. beim Feen Con 2010 dabei und hätte dort ja gern das T-Shirt mit dem dicken „BLUT & TITTEN“ Schriftzug gehabt, obwohl ich damals noch überhaupt nicht wusste, worum es dort gehen sollte oder ob das tatsächlich ein Spiel werden soll, das tatsächlich erscheint. Leider hat mir jemand anderer (den ich auch kenne …) das T-Shirt noch vor der Nase weggekauft. Ihr druckt doch bestimmt bald wieder welche, oder?

    Ich bin selber auch kein großer Fan von Savage Worlds und hätte euer Buch vielleicht lieber mit einem Haussystem / Indie-System gesehen, aber wie es so heißt, „More power to you!“ Wenn SW für euch funktioniert, dann nehmt es eben. Ich konvertiere B&T später einfach auf das Regelsystem, das mir gefällt. Haltet mich bitte über den Fortschritt bei B&T auf dem Laufenden.

    Viele Grüße!

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