Die Illustrationen des DORP-Regelwerks

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Hallo zusammen!!

Während alle unsere Augen auf BoD gerichtet sind und wir auf Vollzugsmeldungen warten, dachte ich, kann ich ja auch noch etwas aus der Entstehung der Neuauflage plaudern.
Es ist nun das bereits vierte Mal, dass ich das Spiel gelayoutet habe. Zuerst in der klassischen Download-Fassung („Gold“), in der erweiterten Fassung, auf der bereits die erste Druckfassung basierte (u.a. erweitert um die je zwei Archetypen je Regiment und natürlich das tolle Abenteuer um die diabolischen Backwaren; „Platin“), danach dann noch mal für die neuerliche Softcover-Drucklauflage des Spiels („Soft Core Rules“). Und jetzt halt, nicht zuletzt aufgrund des neuen Formats, für die Auflage on demand.

Dabei stellte sich im Bereich der Illustrationen einiges ganz anders dar, als es das noch vor wenigen Jahren getan hat. So war es beispielsweise eine leichte Entscheidung zu sagen, dass die Bilder, die farbig angelegt sind, auch endlich im Druck in Farbe erstrahlen sollen. Das hätte uns bei den Erstauflagen echt arm gemacht, mittlerweile ist es gar kein Problem mehr. Daraus erwuchs auch die Entscheidung, die DORPANA-Karten teilweise als grafische Elemente mit in das Buch einzubetten, denn in Farbe konnten diese in einem Maße erstrahlen, dass das lohnenswert machte.

Dabei aber stolperten wir über ein paar erste Schwierigkeiten. So zeigt die Karte „Die Mauer“ etwa einen Screenshot von der Schlacht um Helms Klamm. Das geht bei einem pixeligen Gratis-Download vielleicht noch, aber es geht nicht im Rahmen einer kommerziellen Nutzung. Hier war es einfach: Da eh nicht alle Karten im Buch untergekommen sind, blieb auch die Schlacht um „Die Mauer“ draußen, auch wenn wir die Idee der Karte sehr mögen.

Das Logo der Michalskieliten, Version 2002

Doch gibt es im Buch noch einen zweiten Problemfall: Das Regimentsymbol der Michalskieliten. Das ist eine Parodie auf das „Michaeliten“-Symbol aus Feder&Schwerts „Engel“ gewesen, aber auf Basis einer ihrer Grafiken. Problemstellung also wie oben – das geht nicht. Hier war der Weg zur Lösung schwerer: Die Michalskieliten haben ein neues Symbol erhalten. Eine Mischung aus Frage- und Ausrufezeichen, kombiniert mit dem gängigen Symbol für RSS-Feeds ergeben zusammen nicht nur einen schönen Symbolkatalog zum Regiment, sondern sahen auch etwas nach Skriptura aus, so dass die Engel-Analogie sogar erhalten blieb, zumindest implizit.

Das neue Logo der Michalskieliten, anno 2009

Aber die Schwierigkeiten gingen weiter. Die erste Fassung des DORP-Rollenspiels ist jetzt fast neun Jahre alt. Die erste Layout-Version entstand in MS Word, die meisten eigenen Illustrationen in Photoshop 7. Von druckfähigen 300 dpi war da abseits des tollen Covers von Tobi Mannewitz wenig zu sehen.
Auch hier bin ich also sozusagen an den Ursprung zurückgekehrt. Einige Illustrationen, etwa die anderen beiden Regiment-Symbole, wurden kräftig überarbeitet und sind jetzt nicht nur etwas hipper in der Gestaltung, sondern eben auch voll aufgelöst. Andere Bilder, etwa die Farbtabelle oder die Abbildung der Hand mit dem eintätowierten DORP-Logo, habe ich von Grund auf neu erstellt. Bei Letzterem ergab das sogar noch die Gelegenheit, Djurdjevics DORP-Kapuzenmann auch hier aus dem Weg zu räumen und durch das neue Logo zu ersetzen.
Apropos neues Logo: Die gesamte DORP verwendet ja mittlerweile den Schriftzug, den Tobias Mannewitz damals für unser Cover gestaltet hat, als generelles Logo. Die Auferstehung des DORP-Regelwerks war für uns Anlass, auch daran noch mal zu feilen – immerhin ist auch das Redesign langsam nahe. Torben Hoffmann hat das übernommen und geschliffen, was in der Rohform bereits gut, aber eben nicht perfekt war. Der neue DORP-Schriftzug ist auf dem ersten Blick kaum vom alten zu unterscheiden, ist aber in den Details doch deutlich optimiert worden. Das neue Regelwerk wird ihn erstmalig der Öffentlichkeit zeigen.

Aber zurück zu den Illustrationen. Denn nicht nur unsere Illus, auch die Bilder, die damals aus der ganzen Szene beigesteuert worden waren, lagen teilweise nicht in der ersehnten Auflösung vor. Und da im Grunde kaum noch die Originale dieser fast ein Jahrzehnt alten Grafiken aufzutreiben waren, standen wir hier vor einem Problem, das sich nicht ganz perfekt lösen ließ.
Im Endeffekt haben wir uns an einem zaghaften „Upscaling“ versucht, sofern das halt möglich ist. Denn auch das beste Programm findet keine Bilddaten da, wo keine Bilddaten sind. Und da eines der Bilder sogar nur in 50 dpi vorgelegen hat, wird vermutlich auch im Druck nicht ganz perfekt aussehen. Ich denke aber, wir haben heraus geholt, was herauszuholen war und unsere Aussage, dass es die beste Edition des Spiels, und das für die Ewigkeit, sein soll, greift auch hier.
Es waren Altlasten, auf die ich da gestoßen war, über die anno 2002 einfach niemals jemand nachgedacht hat.

Ich nehme an, das gleiche Phänomen wird uns bei einer entsprechenden Aufbereitung des Dorpendiums noch einmal ereilen. Dort sogar in einem Punkt noch viel schwerwiegender, aber das ist eine Geschichte für einen anderen Abend.

Das nächste Mal erzähle ich dann mal, wie wir uns behutsam auch den Texte genähert haben.
Und beim nächsten „DORP im Druck“-Projekt kommen die Werkstattberichte dann auch nicht am Ende, so wie dieses Mal.

Ich wünsche euch noch einen schönen Abend und einen tollen Start ins Wochenende!

Viele Grüße,
Thomas

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