Das Triumvirat

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Schönen Mittag miteinander!

dorp10Dies ist der dritte von insgesamt zwölf Sonderbeiträgen hier zum zehnjährigen Bestehen der DORP. Damit das alles etwas referenzierbarer bleibt, habe ich mal „Zehn Jahre DORP“ als eigene Kategorie eingerichtet. Aber es kommt ja, wie gesagt, zum Jubiläumsabschluss auch noch ein Sammelband mit all diesen Artikeln als PDF-Datei.

Wer das DORP-Rollenspiel kennt oder wenigstens mal das traumhafte Cover von Tobias Mannewitz bestaunt hat und uns mal persönlich gesehen hat, der weiß, dass die drei Gestalten auf dem Cover ziemlich genau Marcel, Matthias und mir nachempfunden wurden (von rechts nach links betrachtet). Ebenso wie man insgesamt den Finger darauf legen kann, dass das Triumvirat im Grunde eine Satire von uns Dreien ist.
Und eine ganze Weile witzelten wir damit auch durchaus herum, machten diese Personae, also bani Webhamster, Drooling Chaos und Seele der Schar, in dieser Reihenfolge, zu Images, die man zumindest bisweilen füllen konnte. Natürlich in großer Ironie, denn es war schon Absicht, dass man im DORP-Regelwerk eigentlich immer schlechter in allem wird, je stärker man sich dem „Triumvirat“-Rang annähert. Man wird unfähiger, bis man die Krone der Unfähigkeit erreicht hat: uns.
In gleicher Bedeutung standen unsere Stellvertreter, die ebenfalls realen Persönlichkeiten nachempfunden waren, nämlich Olli, Néo und Scorp, in dieser Reihenfolge. Wir nannten sie die „Dorp Ones“, nicht von „DORP Nr. 1″ her, sondern in Analogie zu Lovecrafts „Tiefen Wesen“. Vielleicht hätten wir sie „Dorpe Wesen“ nennen sollen, aber das klang nicht so schön. Wir leiteten daraus dann auch die „drei Erfolgsprinzipien der DORP“ ab: Olli „war schon immer dabei gewesen“, Scorp war „fleißig“ und Néo war und ist Matthias‘ Freundin, hatte sich also ja ganz offenkundig „hochgeschlafen“.
Wir unterteilten das alles in drei Regimenter, von denen die einen chaotisch-destruktiv waren (Cyberknights), die einen wirr, visionär und unverständlich (Scimietzen) und die letzten zwar schon zwanghaft produktiv, aber dafür eigentlich immer die Sündenböcke und Leidtragenden (Michalskieliten).

Der Grund, weshalb wir diese wundervolle Konstruktion mittlerweile komplett unserem Rollenspiel um die Nerdisierung der Menschheit vermacht haben, ist etwas, was man schon fast als die Schmalspurversion der „Welle“ bezeichnen kann: Leute nahmen das plötzlich ernst.
Es erscheint uns auch heute noch absurd, dass man uns vorwarf, wir würden uns über anderen Stellen, würden uns zu wichtig nehmen oder bestimmte Leute anderen vorziehen. Das war und ist Quatsch und hat uns etwas, was wir (und eine ganz, ganz große Mehrheit) als schönen Gag verstanden, teilweise ziemlich verleidet.
Insofern wählten wir den einfachsten Weg und stellten die Referenzen weitestgehend ein. Die „Heilsbotschaften des Triumvirats“ überleben bis heute als Reminiszenz im „Fun“-Bereich der Seite und gerade Marcel und ich witzeln noch immer gerne mit den Termini von einst herum, aber wir haben es insgesamt halt sonst sein gelassen.

Mittlerweile hat sich dahingehend das Gefüge auch verschoben. Marcel wohnt leider, leider, leider mittlerweile echt weit von uns entfernt und Matthias entdeckt erst in jüngster Zeit wieder ein Leben abseits seines nun vollendeten Praktikums. Die kreative Leitung, wenn man es so nennen will, haben bei der Seite mittlerweile Scorp und ich inne, was irgendwie schon wieder gruselig analog zum alten Modell passt. Dazu kommt Markus, der sich durch Fleiß und Einsatz tapfer so etwas wie den Rang eines ‚Art Directors‘ erarbeitet hat und Ralf, der gerade bei DORP-TV unersetzlich ist, was die Technik betrifft. Und viele, viele weitere Leute, die unregelmäßiger, aber dennoch relevant mit anpacken, wenn Not am Mann ist.

Schließen will ich heute somit mit Heilsbotschaft 20, denn sie sagt eigentlich alles, was man wissen muss:

„Manche Leute sind wie ein altes Ehepaar, das Triumvirat ist wie eine alte Dreiecksbeziehung.“

Viele Grüße,
Thomas

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