Von Downloads, die es niemals gab, Teil 1

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Briefe nach Greifenfurt, Band 1.
Darian von Bregelsaums Reise durch den Tiefen Süden

Die DORP ist nun schon viele Jahre dabei, im Februar werden wir zehn (!), da ist es nicht verwunderlich, dass auch nicht immer alles wirklich fertig geworden ist.
Nun gibt uns aber das DORP-Blog die Möglichkeit, dies einmal gerade zu rücken und so präsentiere ich heute den ersten Beitrag zu diesem Thema: „Darians Briefe an die Heimat. Ein DSA-Kampagnenagebuch“.

Ich habe mich auf dem letzten Stück der Reise einer kleinen Handelskarawane angeschlossen, da es hieß, der Pass vor Windhag werde von einem Drachen belagert. Ja, Vater, einem leibhaftigen Drachen!
Einmal sogar konnte ich einen Blick auf das Wesen erhaschen, wie es, in einiger Entfernung, auf einem Berg saß. Wie schön sie sind, diese Legenden. Er saß dort, das Haupt leicht erhoben und wenn mich meine Augen nicht getrogen haben, so blickte er unablässig auf unsere paar Wagen.
Die Bewohner müssen allerdings nicht mehr lange fürchten. Ebenfalls in unserer Karawane reiste eine bunte Gruppe munterer Drachentöter, die sich ihm annehmen wollen. Ein Magier, ein Ritter und ein Zwerg, alle aus dem uns benachbarten Andergast.
Eine freundliche Gruppe, wenn ich dem Tun ihres Hesindegefälligen auch nicht vollkommen über den Weg traue. Doch fürchtet nicht, Vater, auf eine dergestalt selbstmörderische Queste werde ich mich auch im Eifer meiner Jugend nicht einlassen. Ich weiß ja, dass ihr auf mich wartet.

2006 war Matthias DSA-Runde spielertechnisch unterversorgt, da Ralf keine Zeit mehr zum Spiel fand und damit wenigstens eine Überbrückung da war, bot ich an, zumindest quantitativ aufzufüllen.
Als sich dann aber zeigte, das Ralf auch langfristig keine Zeit mehr haben würde, wurde mein Krieger Darian Ulfried Helmbrech von Bregelsaum letztlich fester Bestandteil der Runde. Und da wir eh gerade die größte Ausstoßrate an Downloads in der Geschichte der Seite hatten, kam ich auf die Idee, die Abenteuer einfach einmal aus subjektiver Perspektive niederzuschreiben.

Gerwulf, Darians Reisegefährte

Gerwulf, Darians Reisegefährte

Vielleicht sollte ich meine Gefährten kurz umreißen. Der rondragefälligste unter ihnen ist wohl Gerwulf von Tannhäuser-Eichenfest, besagter Ritter. Ein vortrefflicher Kämpfer, freundlicher Reisegefährte und Ehrenmann. Es bereitet mir große Freude, Seite an Seite mit diesem zu Kämpfen. Der Alchemist sandte uns etwa eine Schlägerbande in unsere Taverne, bestimmt zwölf Mann, welche wir ohne große Probleme zurückschlagen konnten! Ein Kampf, während dem ich beständig auf Gerwulf vertrauen konnte. Einzig seine Affinität zur Axt gegenüber einem formschönen Schwert erscheint mir verwunderlich.
Besager Sieg war allerdings auch zu guten Teilen der Verdienst von Talor. Ich weiß garnicht, ob der Angroschim einen Nachnamen trägt, doch der Herr Zwerg ist eine nicht weniger angenehme Gesellschaft als der Ritter. Trinkfest, furchtlos und ein Meister im Kampf.
Zuletzt ist da Sal Rogasende, der Magus der Gruppe. Ich habe nicht viel Ahnung von dem, was die Magier so machen, doch ist mir dieser Kerl nicht ganz geheuer. Vieles von dem, was er so erzählt, scheint er sich auf der Stelle auszudenken und eigentlich habe ich unablässig das Gefühl, dass er versucht, alles und jeden auszunutzen. Seine Fähigkeiten aber sind groß, das steht außer Zweifel. Ich sage Euch, mehr von diesen und der Orkensturm wäre nie bis Greifenfurt gekommen!

Darian war auf einer Seereise schiffbrüchig gegangen und zu den anderen Charakteren in den Süden gelangt. Im Grunde wollte er nur noch ins Mittelreich und die sich entfaltenden Abenteuer ereigneten sich eben entlang genau jener Route, von der aus er regelmäßig seinem Herren Vater schrieb.
Er selber war dabei sicher kein Vorzeigeheld. Mit diversen Ängsten und Gebrechen, vor allem aber Einarmigkeit geschlagen, fielen ihm Heldentaten sichtlich schwer.
Was nichts daran ändert, dass er beim großen Turnier zu Gareth letztlich sogar gegen den schwarzen Ritter seinen Mann stehen konnte.

Was uns aber auch zu dem Problem des Projektes brachte: Matthias nutzte teilweise offizielle Abenteuer. Neben „Der Wurm von Windhag“ gleich zu Beginn hatten vor allem „Questadores“ und „Karawanenspuren“ größeren Einfluss, so dass ich auch Thomas Römer einmal darauf ansprach. Er warnte zumindest vor, dass das bei FanPro nicht so gut ankommen könnte.

Die Taurus soll unsere Heimat für die kommenden Tage sein, denn wir benötigten eine Überfahrt. Ein furchtbarer Pirat namens Hamaro hat die Tochter eines Ehrenmannes entführt und wir haben eingewilligt, uns dieser Sache anzunehmen.
Um an ihn heranzukommen, er haust tief in der Charyptik, müsst Ihr wissen, brauchten wir eine entsprechende Passage und diese fanden wir eben auf der Taurus. Es ist kein normales Schiff. Wo ein normales Boot eine Rumpf hat, da hat die Taurus drei. Zwei kleinere sitzen an Ausläufern an der Seite eines größeren Rumpfes, der jedoch so schmal ist, dass man, steht man in der Mitte, tatsächlich links und rechts ins Meer spucken könnte. Verzeiht, Backbord und Steuerbord.

Das hätte man vermutlich sogar noch umgehen können. Dann aber zeigte sich, dass der „zweite Handlungsbogen“ – bei Comics wäre es wohl dann das zweite Trade Paperback gewesen, bei Serien die zweite Staffel – „Das Jahr des Feuers“ war. Und das wäre dann 1:1 offizielles Material gewesen.
Somit entschied ich mich schweren Herzens, die Reihe vor Erscheinen des (komplett geschriebenen und 15 Seiten reinen Text schweren) ersten Teils schon einzustellen.
„Briefe nach Greifenburt, Band 1. Darian von Bregelsaums Reise durch den Tiefen Süden“ sollte nie erscheinen.

Ich denke, wir werden morgen Richtung Norden ins Shadif aufbrechen. Ich bin gespannt, doch hoffnungsvoll, dass jenseits dieser fauligen Dschungel und Sümpfe auch wieder mehr Ehrenmänner zu finden sind. Diese Nostrianer jedenfalls werden wir stellen und ihren Gefangenen befreien. Das, bei Rondra, ist unsere Pflicht.
Danach, Herr Vater, ist eine Heimreise denke ich kein Problem mehr. Wenn ich dann auch wieder neue Kleider habe, meine aktuellen sind noch vom Kampf gegen den Schlinger schwer geschunden, dann werdet Ihr vermutlich auch sehr stolz sein, was so aus „dem jungen Darian“ geworden ist, den ihr vor einem Vierteljahr entsandt habt, eine Depesche zu überbringen.

Viele Grüße,
Thomas

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Eine Antwort to “Von Downloads, die es niemals gab, Teil 1”

  1. Seeles persönliche, super-subjektive zwei Top 3 der DORP-Spielrunden « DORP-Blog Says:

    […] DSA-Runde Bonn Darian Ulfried Helmbrecht von Bregelsaum ist in einer misslichen Lage – er treibt auf dem offenen Meer. Die Gruppe, die ihn einsammelt, ist dann Bedrohung genug. Ein Dunkelgrau-Magier, ein Zwerg, ein Krieger mit echter andergaster Bildung und später dann noch eine echte almadanische Domna. Wir bereisten den Süden Aventuriens und versuchten unseren Weg ins Mittelreich zu finden. Wir wurden einige der größten Echsenforscher Aventuriens, mischten uns in die Geschicke der Piraten der Karyptik ein und standen dann plötzlich, zwei Jahre später, mitten im Jahr des Feuers. Die Runde war schön, war unterhaltsam, bot tolle Charaktere und soff eigentlich nur mit der „Schlacht in den Wolken“ dann etwas ab. Nahezu jede Woche fuhren wir etwas über eine Stunde von der Eifel nach Bonn, um diese Runde zu spielen. Alleine das sollte Zeugnis davon sein, wie viel Spaß wir hatten. Ein Tagebuch zur Runde war geplant, ist aber nicht zustande gekommen. […]

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