Wir waren auf der RPC

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Hallo zusammen, liebe Leserschaft.
Wohlbehalten, müde, aber glücklich sind wir mittlerweile heimgekehrt von der RPC 2008. Dank Aktion Fandom und netter Unterstützung des Hallenpersonals war es uns dort tatsächlich möglich, mal wieder einen kleinen Quantensprung in unserer Geschichte zu machen und erstmals mit einem eigenen Stand aufzutrumpfen.
An beiden Tagen und, soweit es die Öffnungszeiten eben zuließen, rund um die Uhr saßen wir dort bereit und haben aufgezeigt, was wir alles so spannendes machen. Das ist auch gar nicht mal wenig, wie wir selber noch mal feststellen mussten, als wir unser Prospekt für den Messestand zusammengestellt haben. Mit der DORP, diesem Blog, DORP-TV, Eifelarea Film, Scorps legi intellexi condemnavi, den Online-Galerien von Markus und mir und anderen, kleinen Nebenwerken gab es da eine ganze Menge, die wir feilbieten konnten. Sehr spaßig und lohnend, denke ich.
Auch am Stand selbst waren wir eigentlich sehr angenehm besetzt. Markus war eigentlich immer da anzutreffen und machte seinem Job als DORP-Hauszeichner alle Ehre, hat sogar – weil wir als Fandom-Stand ja keinen Verkauf hatten – Zeichnungen verschenkt, wenn man nur wusste, wie man lieb fragt. Ich war selber auch fast immer am Stand und habe Leuten erzählt, was die DORP eigentlich ist und nette Schwätzchen gehalten mit jedem, dem danach der Sinn stand.
Der Zuspruch war sogar größer, als wir das selber erwartet haben und es hat uns nun mal ehrlich sehr gefreut, wie viele Leute doch daran interessiert waren, von unserem Programm zu erfahren und auch sichtlich von dem angesprochen wurden, was wir so im Angebot haben.

Scorp und Ralf waren entsprechend auch da und haben, wie schon auf der SPIEL 07, im Sinne des DORP-TV agiert. Interviews haben sie zuhauf geführt und, wenn alles gut gehen sollte, gibt es das erste davon sogar direkt schon heute Abend im Netz zu sehen; wie immer halt auf der entsprechenden Webseite.
DORP-TV hat ohnehin auch eine Menge Lob geerntet und ich will an dieser Stelle einfach noch mal das Engagement der beiden loben, die einfach das Herzstück dieser Operation sind.

Workshops haben wir auch zwei angeboten. Sonntag Mittag habe ich, vermehrt im Sinne unserer Eifelarea-Zweigstelle, zu dem Thema „Jeder kann Filme machen“ gesprochen. Im Anschluss daran hätte eigentlich dann Scorp zu „Wie man eine Rezension schreibt“ sprechen sollen, was allerdings ausfiel, da die parallel stattfindende DSA-Enthüllung doch zu viel Sog auf die zu der späten Stunde des zweiten Tages überhaupt noch anwesenden Rollenspieler ausübte.

Abschließend noch einige Worte von mir persönlich zur Erfahrung RPC, nachdem ich die Pilot-Version letztes Jahr nun schon nicht live miterlebt habe, die aber wohl mit einer Verdoppelung der Besucherzahlen gegenüber dem Vorjahr wohl als voller Erfolg gewertet werden kann.
Die RPC ist eine ganz faszinierende Erfahrung und meine anfängliche Skepsis ob des doch recht hochgestochen klingenden Projektes, den Rollenspiel-Conventions in Deutschland zu neuer bzw. bisher ungeahnter Größe zu verhelfen, ist mittlerweile verflogen. Die „Cross Media“-Idee geht auf und es sind nicht nur die P&Pler, die durch die Videospiel-Halle schlendern, sondern der Austausch funktioniert durchaus beiderseitig. Da habe ich auch bei uns am Stand angeregt mit LARPern über Pen&Paper gesprochen, habe auch Tischrollenspielern erzählt, warum ich auch LARPe. Videospieler fragten mich, was das denn für Spiele seien, die wir hier spielen und es kam tatsächlich zu einigen Gesprächen darüber, wo denn nun die Grenzvermengung der ganzen Sub-Genres stattfinden möge. Klar, dass wir von der DORP, als teils larpende P&P-Spieler mit großteilig sehr ausgeprägtem Literatur-Interesse, eine Hobby-Film-Produktion und Hörspiel-Ambitionen da auch eine ganz spannende Anlaufstelle waren.
Auch ist der Blick über den großen Tellerrand manches Mal ganz schön spannend. Die Unterschiede zwischen der Halle mit den „klassischen“ Rollenspielen und der mit den digitalen ist beeindruckend. Einerseits ist es beeindruckend, einmal zu sehen wie gestyled (und laut!) die Präsentationen sind, wenn Geld vorhanden ist, andererseits lernt man so zweifelsohne auch die familiärere Seite „unseres“ Hobbys zu schätzen. Und einige Beobachtungen – etwa der schier entsetzte Gesichtsausdruck eines „Messebabes“ aus der Videospielecke beim Anblick derer, die bei den Tischrollenspielen hinter den Tresen stehen – gereichen durchaus zur Belustigung.

Aber es gibt da auch durchaus zumindest eine Schattenseite, die ich nicht ganz unerwähnt lassen will. Die Security der Halle trat uns gegenüber wiederholt mit einer Mischung aus herablassender Arroganz und unfreundlichem Tonfall auf, dass wir uns schon an den Messetagen ordentlich ärgerten. Da kam für uns erschwerend hinzu, dass man uns aus irgendwelchen Gründen keine Ausstellerausweise, sondern nur Dauerkarten zugestellt hatte. Nun muss man natürlich sagen, dass die Security uns demnach auch nicht einlassen musste, wir uns aber dennoch durchaus gefreut hätten, wenn da teilweise etwas mehr Kooperation anstelle von dummer Sprüche („Tragt die Sachen zum Vordereingang, ihr habt ja gut gefrühstückt. Und seid ja auch stark.“ als wir da mit Standdeko, Rechner, Monitor und ähnlichem am Tore standen).
Eigentlich wollten wir das Thema nicht anschneiden und einfach der Orga eine Mail dazu schreiben (was wir auch noch werden), aber da wir ganz eindeutig und offenbar nicht die einzigen waren, die Probleme mit dem Sicherheitsdienst hatten, wie dieser ziemlich ausführliche Bericht oder dieser Thread zeigt, soll es dann doch nicht unerwähnt bleiben.

Die Neuigkeiten vom Rollenspiel-Markt überlasse ich anderen Blogs und natürlich DORP-TV in Bild und Ton, ich will es bei eben diesen persönlichen Impressionen belassen.
Die RPC macht Spaß, man trifft nette Leute und die „Socializing“- und „Networking“-Qualitäten der Messe sind nicht zu unterschätzen. Es ist weniger voll als etwa die Spielemesse in Essen, aber dafür umso ertragreicher.
Das Angebot ist reichhaltig (wenn auch der Mittelaltermarkt den gestandenen Eifler jetzt nicht wirklich beeindrucken konnte), die Stimmung gut und es ist vielleicht die erste Con, wo die meisten Aussteller auch am Ende des zweiten Tages noch nicht ganz auf dem Zahnfleisch gingen, obschon eine Menge los war. Was nicht zuletzt der weitestgehend gut durchdachten Aufteilung zu verdanken war.

Wer mehr über Videospiele erfahren möchte, kann bei Guilding (samt Witzen über Tabletopper und Tischrollenspieler) oder Buffed vorbeischauen. Ich nehme an, dass meine Mitstreiter sich hier teils auch noch dazu äußern werden, aber so rein von mir aus war die RPC ein klarer Erfolg, rundum gut und ich sage mal, nächstes Jahr gerne wieder. Und, sollte man uns lassen, auch gerne wieder mit eigenem Stand.
Übrigens hat der Veranstalter verlauten lassen, dass die RPC kommendes Jahr von Münster in die Messestadt Köln umziehen wird.

In diesem Sinne, viele Grüße,
Thomas

PS: Die oben erwähnte Messe-Broschüre der DORP gibt es unter obigem Link, hier oder dieser Tage auch auf der Hauptseite der DORP als PDF-Download. Schaut mal rein; einen hübscheren, umfassenderen und dabei bequem zu lesenden Überblick über uns und unser Programm haben wir bisher glaube ich noch nicht auf die Beine gestellt bekommen.
PPS: Fotos haben wir natürlich auch gemacht. Einige Impressionen vom DORP-Stand und von der Con an sich reiche ich dann später heute oder morgen noch an dieser Stelle nach.

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2 Antworten to “Wir waren auf der RPC”

  1. Greifenklaue Says:

    Hat mich gefreut, mal den Rest der Truppe neben Scorp kennenzulernen!

  2. Thomas Michalski Says:

    Oh, die Freude ist auch ganz meinerseits. Jetzt hab ich endlich mal ein Gesicht zu der Person, die so tapfer News für uns bei der LORP einspeist 🙂

    Viele Grüße,
    Thomas

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