Archiv für Oktober 2009

Wie ein Dorpling aus der Asche

Oktober 30, 2009

Hallo zusammen!

Es ist spät, ich mag nicht mehr lange auf sein, aber ich dachte, zumindest in einer Sache bin ich mal wieder ein kleines Update hier schuldig. „Die 1W6 Freunde“ sind raus, DORP-TV ist fleißig wie selten zuvor und – das habt ihr vielleicht schon gesehen – zu 10 Jahren DORP haben wir nun auch noch 100 Episoden DORP-TV, was wir artgerecht mit einem ganz besonderen Video gefeiert haben.

Werbeanzeige zur Neuauflage

Werbeanzeige zur Neuauflage

Eines aber steht noch aus für dieses Jahr: Die Neuauflage des DORP-Regelwerks.

Mittlerweile läuft bei uns das Layoutprogramm schon heiß, denn wir wollen ja nicht einfach nur reproduzieren. Zwar kriegt das neue Buch kein bahnbrechend anderes Layout oder massiv andere Texte – eher im Gegenteil. Aber es wird optimiert. Es soll das Spiel sein, das ihr kennt, aber in der besten Fassung, die ihr je gesehen habt.

Jetzt, wo langsam aber sicher die Fakten zusammenkommen, wollte ich auch an dieser Stelle mal etwas aus dem Nähkästchen plaudern. Das neue Regelwerk wird etwas kleiner als die bisherigen Bände und eine Einbandgröße von 17×22 cm haben (zum Vergleich: A4 ist 21×29,7cm). Es wird, wie die legendäre erste Auflage des Spiels im Hardcover erscheinen – doch damit nicht genug:
Alle Seiten, die farbige Illustrationen beinhalten, werden auch in Farbe gedruckt sein. Denn wir sind der Meinung, wenn ein Rollenspiel Farbe verdient, welches dann mehr als das DORP-RPG?
Das neue Format macht das Buch etwas dicker, was wir mit einer etwas kleineren Schrift ausgleichen werden. Dennoch werden die 131 Seiten von einst – vermutlich, das mag noch schwanken – auf 148 Seiten ansteigen. Ebenso wie die Seitenzahl, so ist auch der Preis noch nicht ganz sicher, aber wir gehen derzeit von etwa „mitte zwanzig“ aus. Sowie wir das konkreter sagen können, machen wir das auch.

Ich sagte es ja schon mal, aber: Wir sind fest entschlossen, die ultimative, endgültige und zielführende Ausgabe unserer Schlacht um die Nerdisierung der Menschheit zu präsentieren. Und das vor Weihnachten.
Drückt uns die Daumen!

Viele Grüße,
Thomas

Die 1W6 Freunde und die Messe in Essen

Oktober 22, 2009

Hallo zusammen!

Seit heute ist die SPIEL in Essen für Besucher offen und das jährliche Highlight für viele, viele Rollenspieler (sowie Kartenspieler, Brettspieler etc.) hat begonnen. Dieses Jahr ist es eine ganz besondere SPIEL für uns, denn neben dem nimmermüden Team von DORP-TV ist noch etwas „von uns“ vor Ort, denn ab heute kann man dann über Prometheus die Druckausgabe unseres „Die 1W6 Freunde – Das Jugenddetektive-Abenteuerspiel“ erwerben. Ich habe selber noch kein Belegexemplar sehen und wer wohl morgen, wenn ich privat für einige Stunden auf der Messe bin, erstmals reinschauen.

Digital ist das übrigens jetzt schon möglich, indem man mal bei den Previews auf der Prometheus-Seite vorbei schaut.
Ebenfalls jetzt bereits online: Einlagen für den neuen, variablen Spielleiterschirm, den Prometheus jetzt auch in guter Savage Worlds-Tradition herausgebracht haben: Wie sein amerikanisches Pendant dicke Pappe mit PVC-Überzug und transparenten Folien zum Einlegen aller ersehnten Informationen zu einem Spiel; dank der deutschen Version aber jetzt auch endlich in A4 und nicht im kürzeren Letter-Format.
Die 1W6-Einlagen habe ich vergangenes Wochenende noch fertig bekommen, so dass wir auch da direkt schon mal mit Bonusmaterial punkten können.

Jetzt sind wir alle gespannt, wie sich das Spiel auf dem Markt schlagen wird.
Wir hoffen allerdings, es wird euch genauso viel Spaß machen, wie es uns das beim Schreiben und Konzipieren immer bereitet hat!

Vielleicht sehen wir uns ja auch auf der Messe?
Ansonsten bald sicher wieder hier!

Viele Grüße,
Thomas

DORP-Konferenz Oktober 2009: Heut’ mal wenig Leut’

Oktober 7, 2009

Moin zusammen!

Der Tag ist noch viel zu jung, aber da es andererseits hatten wir schon vorgestern Konferenz, also will ich hier nicht ganz schweigen. (mehr…)

Die Dracon-Webseite ist online

Oktober 6, 2009

Hallo zusammen!

Eigentlich sagt die Überschrift ja schon alles, was man wissen muss. Die neue Webseite zur Dracon, der vom Condra e.V.- und der DORP GbR gemeinsam organisierten Pen&Paper-Con, ist endlich online.

Alle weiteren Informationen zur Convention, die in Monschau in der Eifel beheimatet ist, findet ihr ab sofort unter
http://dracon.condra.de

Schaut doch mal vorbei – sowohl auf der Webseite, wie auch auf der Con!

Viele Grüße,
Thomas

PS: Auch der Flyer ist online anzuschauen und kann u.a. hier in meiner privaten Galerie angeschaut werden.

Seeles persönliche, super-subjektive zwei Top 3 der DORP-Spielrunden

Oktober 5, 2009

dorp10Hallo zusammen!

Es ist gut möglich, dass unser heutiger Jubiläumsbeitrag eher etwas für die Mitglieder der DORP ist, aber wer weiß, vielleicht es ja auch so mal ganz spannend. Denn im Kern, das vergisst man so schnell, ist die DORP natürlich nach wie vor vor allem ein Verbund von Rollenspielern und Rollenspielrunden, respektive ein Freundeskreis.
Und wenn das alles jetzt schon zehn Jahre Bestehen feiert, dann kommt man nicht umhin, zumindest auch diese Spielrunden einmal zu bewerten. Insofern seien unser Thema heute zwei jeweils drei nicht wertende Punkte umfassende Punkte: Unsere Spielrunden.
Untertrennt in abgeschlossene und noch laufende Runden.

Abgeschlossene Runden:

Mage First
Als Karl van Hellberg, von Freunden Crow genannt und Waise, eines Abends aus einer Kneipe tritt, ahnt er noch nicht, dass die junge Dame in seinem Arm eine Toreador ist. Er versteht es, als der seltsame Buddha-Kerl vor ihm, Gam-Bey, Akashi, zu der Dame sagt: „Man bist du hässlich.“
Aus der nachfolgenden Raserei erwächst eine Flucht, aus der Flucht die Bekanntschaft mit weiteren Gestalten, allen voran Markus Bierbichler vom Orden des Hermes, der Virtuelle Adept Rico und ‘der Trekkie’, seines Zeichens Sohn des Äthers.
Über die nachfolgenden Monate sollten zwei bis drei Spielrunden pro Woche diesen wirren Haufen Magi mit Vampiren (unvergessen sicherlich Setit Mr. Johnson und Goon Schlange), anderen Magi (brillant: Markus’ Lehrmeister Mielke und dessen boshafter Snape-Gehilfe Scimitharius), sehr viel Technokratie (wir Gedenken dem Herrn Grauen), untoten Pudeln, einer obskuren Reise nach Ägypten, Wurstpiraten, einem bösen Nebel, zerschlufften Ritual-Kreidespuren und einigen echt eigenartigen Questen konfrontiert werden. Und eine absolut phantastische Kampagne, die in Sachen ‘weirdness’ für mich unerreicht ist.
Alles nachzulesen im DORP-Download „Die Magus-Fragmente“.

DSA-Runde Bonn
Darian Ulfried Helmbrecht von Bregelsaum ist in einer misslichen Lage – er treibt auf dem offenen Meer. Die Gruppe, die ihn einsammelt, ist dann Bedrohung genug. Ein Dunkelgrau-Magier, ein Zwerg, ein Krieger mit echter andergaster Bildung und später dann noch eine echte almadanische Domna.
Wir bereisten den Süden Aventuriens und versuchten unseren Weg ins Mittelreich zu finden. Wir wurden einige der größten Echsenforscher Aventuriens, mischten uns in die Geschicke der Piraten der Karyptik ein und standen dann plötzlich, zwei Jahre später, mitten im Jahr des Feuers.
Die Runde war schön, war unterhaltsam, bot tolle Charaktere und soff eigentlich nur mit der „Schlacht in den Wolken“ dann etwas ab.
Nahezu jede Woche fuhren wir etwas über eine Stunde von der Eifel nach Bonn, um diese Runde zu spielen. Alleine das sollte Zeugnis davon sein, wie viel Spaß wir hatten.
Ein Tagebuch zur Runde war geplant, ist aber nicht zustande gekommen.

Nach dem Sturm
Ein lange isoliert liegendes Dorf wird von den Truppen des Chaos überrannt. Zufall? Leider muss man sagen: nein. Die Horden des Chaos sind auf den Spuren eines mächtigen Artefakts, das ihnen die Kontrolle über die Zeit und damit schier unermessliches Potential geben würde.
Also macht sich eine kleine Heldengruppe auf, dem Feind zuvor zu kommen. Die Reise führt durch das gesamte Imperium und bis ‘rauf nach Norsca, wo es letztlich zu einem großen und epischen Finale kommt.
Auch hier: Tolle Charaktere, schönes Spiel, spannende Kämpfe, viel Spaß mit dem Setting, eine schöne Schurkenparade und den vielleicht längsten Nebenhandlungsstrang, den ich je eingebaut habe (‘Enide’) – alles in allem eine rundum gelungene Runde.
Man ahnt es: „Nach dem Sturm“ ist unter diesem Namen komplett als Download verfügbar.

Laufende Runden:

Dragonlance
Klassische Dragonlance-Chroniken, Rückkehr der Königin der Dunkelheit, Drachen äschern Solace ein und einige Helden rücken aus, um die Götter zu finden. Nur ist es nicht die klassische Besetzung: Caleb, ein Priester wider Willen, der sich weigert, seine Rolle ganz zu akzeptieren. Mira, schweigsame Befehlsempfängerin ohne Sender. Ienu, die ihre enge Verbundenheit mit der übernatürlichen Seite der Natur auch nicht akzeptieren möchte. Tarne, ein fettleibiger Magier. Lia, eine Bardin auf der Suche nach einem schönen Heldenepos. Und Braton, Barbar, der eigentlich Ritter von Solmania hätte werden sollen.
Denn etwas geht schief: Leute, die nicht hätten sterben sollen, fallen im Kampf und auch Astinus von Palanthas schaut verblüfft auf seine eigene Chronik, denn die Zeit scheint etwas aus den Fugen zu sein?
Unsere Dragonlance-Runde ist für mich meine Tat in Analogie zu der Weise, wie der neue Battlestar Galactica aus dem alten heraus entwickelt wurde: Die Eckpfeiler, die Prämisse, ja sogar ganze Plotstränge bleiben bestehen. Andere Elemente verlaufen ganz anders, als Weis und Hickman das dereinst geschrieben haben.
Und soweit macht es allen bisher sehr viel Spaß, wie mir scheint.

Alles unbescholtene Bürger
Ein unglücklicher Zufall verschlägt den Hacker Marco, den Feinkosthändler Mr. Goodrick, die Klavierlehrerin Mrs. Slaughter und die Messerklauen Jess und Zuge Liang in die Schatten. Da haben sie eigentlich gar nichts zu suchen, doch finden sie sich nun in einem obskuren Konzerngeflecht wieder, das sich bisher nicht durchschauen lässt, sie aber dennoch regelmäßig zu Handlungen zwingt.
Gérards Shadowrun-Runde ist einerseits sicherlich so, wie die Macher Shadowrun nicht gesehen haben – eine Geschichte über eine Gruppe sehr, sehr, sehr unfreiwilliger Schattenläufer – und andererseits etwas, was vollkommen im Geist des Spiels steht, denn der Cyberpunk-Aspekt der Zukunft ist unverkennbar einer der Kerne des Spiels.

DSA-Switch
Die letzte Runde, die ich hier erwähnen möchte, ist unsere derzeitige DSA-Runde. Gespielt wird in der Theorie wöchentlich – und nach jedem Abenteuer wechselt der Spielleiter sozusagen einen Platz weiter. Die Charaktere sind bunt gemischt und reichen von zwei bornischen Söldnern und eine olporter Kapermagierin über einen Gjalskerländer und einen horasischen Illusionsmagier hin zum mittelreicher Krieger und einem südländischen Fächertänzer.
Erstaunlich ist, dass die Runde trotz der wechselnden Leitung sehr stringent läuft und immer wieder Abenteuer ineinander greifen – auch und gerade Spielleiter-übergreifend.
So umfassen wiederkehrende Handlungsstränge eine Globule, in der ein Fjord der letzte Anker vor dem Einfluss der Niederhöllen ist, zwei eigenartige, magische Kugeln, ein mysteriöser Harlekin, der eine Manifestation von Twelwan dem Wanderer sein könnte, sowie mindestens ein rachsüchtiger Feind aus früheren Abenteuern.
Gekontert wird das gewissermaßen von einer sehr, sehr eigenwilligen Gruppendynamik zwischen Ehre, Tradition, Mystik und, naja, bornischer Logik.

Soviel zu unseren Runden, ich hoffe, es haben jetzt nicht zu viele bis zum Ende gelesen, obwohl sie es ggf. langweilig fanden. Kommendes Mal wird es wieder kürzer und allgemein zugänglicher. Versprochen.

Viele Grüße,
Thomas