Die Wiedergeburt der DORP

Dezember 23, 2010 by

2010 war es still um die DORP, zu still. Manche mögen lästern, dass es an dem Wechsel an der Spitze lag, denn Thomas gab nach zehn Jahren als DORP-Chef das Szepter an mich weiter. Und die Lästerer haben Recht, wenn auch nur zum Teil. Das es von uns kaum Updates und wenige Downloads gab, lag vor allem an einem gigantischen Projekt, welches endlich aus dem Schlaf der Planung in die Welt der Realisation geboren wurde: das Redesign.

Wir sprachen in der DORP von diesem Ereignis lange Zeit wie von der Singularität oder der Apokalypse. Wir wussten, es würde irgendwann eintreten, doch wann und mit welchen Folgen für uns und die Welt konnte niemand vorhersehen. Nun ist es da. Fast alle unsere Inhalte von elf Jahren Arbeiten sind nun in einem technischen und optischen Format zu finden, dass ins 21. Jahrhundert passt. Die alte Seite war ein über Jahre gewachsener Moloch aus html-Dateien mit kryptischen Abkürzungen, Verweisen ins Nichts und einer Bedienbarkeit, die selbst uns bei der DORP oftmals nur ratlos durch die verschiedenen Bereiche unserer eigenen Präsenz irren ließ.

Seit September wurden 41 Downloads, unzählige Zitate und 1.327 Rezensionen (!) händisch auf die neue Webpräsenz übertragen, ein Drama, dass in seiner epochalen Breite sicher noch mehr als einen Artikel aus sich heraus generieren wird. Doch dann nicht mehr an dieser Stelle.

Mit diesem Artikel schicken wir dieses Blog in den verdienten Ruhestand, denn alles was die DORP betrifft, inklusive DORP-TV, werdet ihr in Zukunft auf der neuen DORP unter http://www.die-dorp.de finden können. Schaut einmal vorbei, abonniert den RSS-Feed und haltet der Seite einen Platz bei euren Lesezeichen frei, denn die Arbeitszeit und das Engagment das 2010 von Seiten der DORP in das Redesign investiert wurde, steht 2011 wieder Rezensionen, Downloads und Artikeln zur Verfügung.

Es wird ein spannendes Jahr und ich hoffe, ihr werdet uns dabei begleiten.

Das Dorpendium ist verfügbar (und: Der finale Umschlag)

Dezember 15, 2010 by

Hallo zusammen!

Wir hatten versprochen, Bescheid zu geben und nun ist es so weit: Das Dorpendium Maleficarum ist bei BoD lieferbar.

Und damit ihr noch einen weiteren Vorgeschmack habt, hier der finale, komplette Umschlag des Buches:

Der finale Umschlag vom Dorpendium Maleficarum

Wer sich für den Titel interessiert, sei auch noch mal auf unsere FAQ verwiesen – dort steht auch, wie ihr das Buch direkt bei uns beziehen könnt, was anders als die Bestellung bei BoD sogar ohne Porto-Kosten vonstatten geht.

Viele Grüße,
Thomas

Das Dorpendium steht vor der Türe – wichtige FAQ!

Dezember 12, 2010 by

Hallo zusammen!

Das Dorpendium ist so gut wie da, die Druckdateien sind bereits beim Verlag und alle Augen richten sich bei uns demnach nach Norderstedt zu BoD. Aber einiges ist dieses Mal anders als beim DORP-RPG – und damit ihr alle Fakten habt, gibt es diese praktische FAQ hier.

Was ist das Dorpendium?

Kurz und knackig: Das Dorpendium ist der ergänzende Quellenband zum DORP-Rollenspiel. Es umfasst 84 Seiten, 14 davon farbig, und erweitert das Spiel in jede nur denkbare Richtung um neue Elemente, die es nicht nur spielbarer, sondern auch lustiger machen.

In welchem Format erscheint das Buch?

Das Buch gibt es bereits seit Jahren als PDF bei uns auf der Seite. Die überarbeitete Ausgabe allerdings erscheint als Softcover-Buch im Format 17×22 – also so groß wie das Grundregelwerk, nur „weicher“.
Das Buch wird dadurch aber auch erheblich billiger: Für 12 Euro kann es euer sein.

Wann wird es verfügbar?

Das Buch erscheint Mitte Dezember. Wie schon geschrieben sind die Dateien bereits bei BoD, der Rest entscheidet sich dort. In der Vorweihnachtszeit ist die Auslastung da oft etwas größer, insofern belassen wir die Prognose derart grob.

Wo kann ich es bekommen? Kann ich vorbestellen?

Das hier ist jetzt wichtig: Anders als das Grundregelwerk erscheint das Dorpendium nicht im regulären Buchhandel. Es wird zwei Möglichkeiten geben, an das Buch zu kommen. Zum einen wird es regulär über den Shop von BoD verfügbar sein, zum anderen direkt bei uns – was für uns übrigens die bessere Variante ist. Und für euch auch, denn bei uns kostet es kein Porto, bei BoD schon.
Wenn ihr Interesse an dem Buch habt, dann schickt uns doch bitte eine E-Mail an bestellung(at)die-dorp(punkt)de. Wir schauen dann mal, wie viele Leute sich für den Titel interessieren und können dahingehend dann auch die Bücher vorab produzieren lassen. Sobald die Bücher dann bei uns eintreffen, schicken wir euch dann eine E-Mail mit den Kontodaten sowie der Bitte um die Lieferadresse an. Alles unverbindlich, aber das Buch geht erst raus, wenn wir das Geld haben. ;)

Heißt das, dass das Buch limitiert ist?

Ja und nein. Anders als andere Veröffentlichungen im Rollenspiel-Bereich dieses Jahr ist das Buch auf keine bestimmte Stückzahl limitiert. Jeder, der eines haben möchte, kann es bei uns oder bei BoD erwerben. Allerdings wird das Buch wohl nur bis Mitte 2011 produziert. Wir warnen noch mal vor, das Buch wird nicht einfach verschwinden, aber es wird eben nicht ewig verfügbar sein…

Softcover, kein Buchhandel, zeitliche Begrenzung – warum?

Kurz und bündig: Wirtschaftlichkeit. Es bringt nichts, einen Titel mit ISBN zu versorgen, den nur ein paar Dutzend Leute kaufen und das dann auch innerhalb der ersten paar Monate, so dass wir in der restlichen Zeit auf den Kosten sitzen bleiben. Durch die leicht reduzierte Verfügbarkeit des Produkts wird die Druckfassung für uns lukrativer und ihr bekommt einen guten Preis, wir gewinnen also alle. :)

Viele Grüße,
Thomas und Scorpio

Download: Die 1W6 Freunde und die Wurst des Verderbens

Dezember 6, 2010 by

Ja, die DORP gibt es noch! Das Redesign läuft nach ein paar Datenbankproblemen wieder rund und sollte noch diesen Monat veröffentlicht werden, wenn es nicht noch zu unerwarteten Problemen kommt. Aber das nur zu unseren Arbeiten, von denen ihr erstmal nichts mitbekommt…

Was euch aber sehr wohl sehen und nutzen könnt, ist Thomas’ neues Abenteuer für die 1W6 Freunde! Nachdem wir im Oktober bereits Die 1W6 Freunde und die verschwiegenen Orte veröffentlich hatten, folgt nun ein 19-seitiges Abenteuer über die Erpressung einer bekannten Wurstfabrik. Bis wir die neue DORP fertiggeprügelt haben (es gibt dann auch mal einen Rückblick auf die Grauen denen wir uns  stellen mussten…), findet ihr das Abenteuer hier im Blog.

Doch damit schließen wir unsere Downloads für die 1W6 Freunde noch lange nicht ab! Freut euch Anfang nächsten Jahres auf Die 1W6 Freunde und die Kastanienmännchenverschwörung, bei der sich die jungen Helden militanten Umweltschützern, skrupellosen  Vertretern der Millionenstadt und weiteren Schurken stellen müssen!

Bis dahin ist noch viel zu tun, ich hoffe ihr bleibt uns wohl gesonnen. :)

Das Dorpendium im Druck, Teil 5: Das Layout

November 3, 2010 by

Hallo zusammen!

Wie schon beim DORP-Rollenspiel, so ist auch beim Dorpendium das Layout eine unerwartete Hürde. Und das nicht einmal, weil es so unglaublich komplex oder kompliziert ist – eher im Gegenteil.

Wenn man sich beispielsweise mal unser Die 1W6 Freunde anschaut: Das ist vollfarbig, hat einen durchgehenden, grafischen Seitenhintergrund, die Bilder sind farbig, teilweise ins Design eingebettet und das Buch sieht, meiner Meinung nach, einfach schön aus.
Das DORP-Rollenspiel ist nicht weniger schön, aber viel simpler. Es mutet teilweise mehr wie ein Rollenspiel rund um die Jahrtausendwende an. Und das ist natürlich Absicht.
Sehr viel von der Struktur des Spieles war damals von den WoD-Systemen von White Wolf inspiriert – das beginnt ja schon mit den Zitaten, die jeweils ein Kapitel einleiten. Währen wir Shadowrunner gewesen, gäbe es vermutlich DORP-Talk am unteren Seitenrand, aber wir waren halt eher WoDler, insofern kam viel Inspiration aus der Ecke.
Sicher, es gab auch andere Einflüsse wie etwa d20 allgemein oder auch Engel; aber man muss sich nicht weit aus dem Fenster lehnen um zu sagen, dass Engel selbst auch durchaus sehr aus der WoD-Denkrichtung heraus konzipiert worden ist. Zumindest anfangs.

Ich habe ja bei diesen Beiträgen hier schon häufiger betont, wie wichtig es uns ist, dass weder DORP-Rollenspiel noch Dorpendium ihre ursprüngliche Anmutung verlieren. Dass das Spiel in seiner Gesamtheit nicht anders wird, nur –ich liebe diese totale Nullaussage – „behutsam modernisiert“ halt.
Und dann sitzt man halt an dem Layout und an so vielen Stellen juckt es einen in den Fingern, ganze Dinge über den Haufen zu werfen – aber dann lässt man es eben doch bleiben. Und ich denke, das Spiel profitiert davon.
Das Dorpendium Maleficarum sieht aus wie ein Buch seiner Zeit, aber so poliert und auf dem Stand der eigenen Ansprüche, den die DORP anno 2010 an den Tag legt. Und das sieht dann, auf seine ganz eigene Art und Weise, doch wieder wirklich gut aus.

Auf Seitenrahmen kann man laufen?

Zumal das Buch schon immer, auch als Download, teilweise einen sehr freien Umgang mit Konventionen und Regeln hatte. Mein persönlicher Liebling ist da definitiv eine Seite, in der kleine, nur wenige Pixel große Wesen, die in ihrem Look her vermutlich nicht ganz unbekannt sind, sich bedächtig ihren Weg durch das layout graben. Dass das sogar noch zum Inhalt des Buches passt, ist dann einfach noch der Gipfel.
All diese Gags sind natürlich noch drin, wenn auch teilweise neu gebaut, um einfach insgesamt besser auszusehen.

Wenn es eine „Old-School-Renaissance“ gibt, muss es eine „New School“ geben. Das Dorpendium ist aber noch mal etwas anderes. Wir sind wohl die „Mid School“.

Einen Beitrag werde ich hier bis zum Erscheinen des Buches noch schreiben. Kommendes Mal erzähle ich euch noch etwas zu Format und Umschlag des Buches und warum wir uns dazu entschieden haben, dass das Dorpendium im Softcover erscheint.
Dann gibt es auch einen Preis und die ganzen anderen Formalia.

Viele Grüße,
Thomas

Download: Die 1W6 Freunde und die verschwiegenen Orte

Oktober 23, 2010 by

Hallo zusammen!

Vor genau einem Jahr, zur SPIEL in Essen, haben wir in Zusammenarbeit mit Prometheus die Druckauflage unseres Die 1W6 Freunde – Das Jugenddetektive-Abenteuerspiel herausgebracht.
Doch nach einer langen Phase des Stllschweigens und der Ankündigungen machen wir ab heute Nägel mit Köpfen und tun, was wir schon lange vorhatten: Wir bringen Zusatz-Material.

Die 1W6 Freunde und die verschwiegenen Orte

Den Auftakt macht etwas, was ich mal die „deleted scenes“ zum Grundregelwerk nennen möchte: Die 1W6 Freunde und die verschwiegenen Orte.
Ralfs Ortsbeschreibungen, die unsere Millionenstadt mit Leben gefüllt haben, mussten leider um mehrere Seiten (!) gekürzt werden, da wir produktionsbedingt das Buch in einem gewissen Gesamtumfang halten mussten.
Ab heute sind die restlichen Ortschaften allerdings für die breite Allgemeinheit verfügbar.

Vorerst vor allem hier im Blog – und demnächst dann auch auf der flammneuen DORP.

Die 1W6 Freunde und die verschwiegenen Orte herunterladen

Doch hiermit nicht genug. Unser zweiter Download steht bereits in den Startlöchern und ist der Auftakt zu der bereits einmal angesprochenen Abenteuer-Reihe zum Spiel. Der Titel?

Die 1W6 Freunde und die Wurst des Verderbens.
Mehr bald dazu an dieser Stelle hier.

Viele Grüße,
Thomas

Das Dorpendium im Druck, Teil 4: Die Textarbeit

Oktober 16, 2010 by

Hallo zusammen!

Eigentlich hatte ich gedacht, die Arbeit an den Texten des Dorpendiums würde sich als „no-brainer“ erweisen. Klar, hier was mehr Rechtschreibung und da eine Prise Zeichensetzung mehr, aber sonst  halt den alten Text nehmen und gut.
In der Praxis erwies sich das in einigen, wenigen Punkten allerdings durchaus als kniffliger.

Während das Grundregelwerk in einem sehr konzentrierten und komprimierten Zeitfenster entstanden war, hat das Dorpendium einen jahrelangen Reifeprozess erlebt. Das hat vielen Gags sicherlich gut getan und ich war, obwohl vieles in dem Buch sogar von mir mitgeschrieben wurde, bei der Lektüre wieder einmal sehr von unserem eigenen Werk überrascht. Es steckt voller Gags und – was ich noch wichtiger finde – viele der Gags sind durch einen stärkeren Popkultur- und einen geringeren „die echten Menschen hinter der DORP“-Bezug wesentlich zugänglicher für den Rest der Welt und, na ja, auch wichtig, halt auch wirklich witzig.
Eine konstante Schreibperspektive aber hat das Buch beispielsweise nur bedingt. Manchmal sind es im Grunde Kurzgeschichten, manchmal halt erklärende Texte im klassischen Rollenspiel-Stil. Teils aber bricht das Buch auch durch die vierte Wand und richtet sich direkt an den Leser oder bezieht diesen gleich mit ein. Wir haben darüber diskutiert, aber haben uns letztlich dafür entschieden, auch diese obskure Eigenart des Buches zu belassen, einfach, weil sie irgendwie zur Gesamterfahrung des Dorpendiums dazu gehört.

Wir haben das Buch natürlich, wie auch schon das Grundregelwerk, einem neuerlichen Lektorat unterzogen und dabei einige durchaus nennenswerte Funde gemacht. So fragte ich mich bei der Einarbeitung der zahlreichen Anmerkungen durch Scorp schon, ob eine „pansische“ Flucht wohl etwas mit Kuhmägen zu tun hat, wie zum Geier man statt „Körper“ aus Versehen „Kärger“ tippen kann und vor allem, was denn wohl ein „Umweltschütze“ ist.
Aber nun gut, all das und noch viel mehr ist behoben, obschon man sagen muss, dass das Dorpendium sich gemessen an anderen Lektoratsschlachten bei uns als sehr harmlos erwiesen hat. Und das, obwohl sich niemand mehr erinnern kann, ob jemand und wenn, wer die bisherige Fassung gegengelesen hat.

Das Buch kommt dabei übrigens unzensiert, obschon an mehreren Stellen im Lektorat Anmerkungen wie „öhem“ zu finden waren. Das Dorpendium ist kein Buch für Kinder, ganz eindeutig nicht.
Es ist allerdings tatsächlich um zwei Kapitel gekürzt. Es gibt in der Download-Fassung zwei Kapitel, die nur aus – dafür aber ausufernd langen – Einleitungszitaten bestehen. Eine Anspielung darauf, dass man in einigen Rollenspiel-Büchern der 90er mehr aus den Einleitungszitaten machen konnte als aus dem Text, der danach folgte.
Raus sind die beiden Seiten aus einem einfachen Grund: Rechtliche Sicherheit. Aber ganz im Ernst: Es ist ja jetzt auch nicht so, als würden wir euch da jetzt um irgendwelche Spitzen-Gags betrügen. Umgekehrt sind wir so aber einfach auf der sichereren Seite.
Und zu lachen gibt es noch immer viel. Sehr viel.

Der kommende und fünfte Beitrag dieser Reihe wird dann noch auf das Layout der Neuauflage eingehen und ein wenig dazu verraten. Alles sieht perfekt aus derzeit, eine pünktliche Veröffentlichung des Buches scheint zu gelingen.

Viele Grüße,
Thomas

Das Dorpendium im Druck, Teil 3: Die Illustrationen

September 22, 2010 by

Hallo zusammen!

Wir hatten ja damals bereits beim DORP-Rollenspiel beschlossen, unsere Illus möglichst von bestehenden und werdenden Größen der Rollenspiel-Szene gestalten zu lassen, denn immerhin ist das DORP-Rollenspiel ja das „rollenspieligste“ Spiel von allen.
Als wir uns demnach an das Dorpendium machten, war uns klar, dass wir in die gleiche Kerbe würden schlagen müssen. Ich denke, man kann mit Fug und Recht attestieren, dass uns das auch gelungen ist und die Liste der Zeichner, die an dem Buch mitgewirkt haben, muss sich sicherlich hinter der des Grundregelwerks nicht verstecken. So kehrte Melissa Uran zurück und griff sogar die Figuren, die sie im Grundbuch verwirklicht hatte, noch einmal auf, und neue Sterne am Rollenspiel-Firmament wie Mia Steingräber fanden ihren Weg zu uns.

Wir wollten allerdings auch etwas Neues bieten. Und nachdem die Comics vom Dailor im Grundregelwerk bereits gut angekommen waren, beschlossen wir, diesen Bereich weiter auszubauen. Marcel schlug den Kontakt zu den „Movie Comics“, einem mittlerweile offenbar ganz aus dem Netz verschwundenen Web Comic von David Breen, der uns die Nutzung einiger Bilder gestattete.

Eine besondere Rolle nahm aber François Launet ein, der Mann hinter der Unspeakable Vault of Doom. Wir trafen François, wie so viele andere unserer Künstler auch, auf der Spielemesse in Essen. Wir waren gerade an „CthulhuPunk“ vorbei gekommen und lachend gerade über die Vorstellung, wie wohl „Cthulhu-Punks“ aussehen würden.
Wir erzählen François davon, er lachte mit uns und wir verständigten uns darauf, dass er diese Unsinns-Idee für seine „Unspeakable Vault“ verwerten würde, wir diesen einen, speziellen Strip aber auch ins Dorpendium packen würden.

Ausschnitt aus dem kompletten Comic #62

Als der Comic dann aber ins Netz ging – und da gibt es ihn bis heute an dieser Stelle hier – fanden wir drei noch eine ganz andere, kleine Überraschung vor: Häufig sterben in seinen Comics winzige Männchen am Wegesrand – aber wer die Gestalten dort einmal mit denen auf dem DORP-RPG-Cover vergleicht, erkennt, dass François an dieser Stelle tatsächlich uns dem Tode überantwortet hat.
Das ist nur eine von vielen eigentümlichen Anekdoten, die sich um das Spiel ranken.

Aber diese Illu gab es schon im Netz, gab es schon im Download. Doch die Druckversion des Dorpendiums wird mehr bieten als nur das. Mehrere neue Illustrationen werden ihren Weg in das Buch finden, von denen genau eine beispielhaft hier auch am Seitenrand zu finden ist.

Das Logo der BSAF

Um eines der kleineren Beispiele zu bringen: Eine der viele, vielen Oppositionen in dem Buch ist die BSAF, die „Bad Smiley Armee-Fraktion“. Was es damit auf sich hat, wird im Buch stehen, doch eine Illustration hatte die BSAF bisher nicht. Zwar hatte ich damals selber eine begonnen, doch die hatte es letztlich aufgrund mangelnder Qualität nicht geschafft. Doch anno 2010 schien die richtige Zeit, eine kleine, obskure Verneigung vor den Watchmen in dieses Buch einzubauen.
Es ist bei weitem nicht die einzige – Marcel liebte den Comic schon damals. Heute werden es vermutlich nur mehr Leute erkennen können.

Wann immer wir François übrigens noch einmal begegnet sind, beteuerte er in seinem unglaublich charmanten Englisch mit schwerem, französischem Akzent, dass er gerne noch mal mit uns zusammenarbeiten würde.
Wer weiß, vielleicht kommt es ja doch noch mal eines Tages zu Format: DORP

Viele Grüße,
Thomas

Das Redesign ist tot, lang lebe das Redesign!

September 15, 2010 by

Um es kurz zu machen: Das Redesign ist kaputt, wir machen ein neues!

Vor ziemlich genau einem Jahr wurde das Projekt DORP-Redesign noch einmal verstärkt in Angriff genommen. Wir suchten Cover für unsere Rezis heraus (so knapp 1.200), organisierten eine Datenbank für unsere Rezensionen und Downloads und erarbeiteten eine grafische Oberfläche. Aber irgendwie kam das ganze dann ins Stocken und die Ergebnisse kamen nicht so befriedigend und so schnell, wie wir uns das zuerst gedacht hatten. Da sich aber sonst keiner mit der Programmstruktur auskannte, mussten wir den ganzen Krempel über Bord werfen und neu beginnen.

Während meines Krankenhausaufenthaltes letzte Woche konnte ich mich zum Glück mit dem Verantwortlichen des neuen Redesigns treffen und das ganze konkretisieren. Jetzt habe ich endlich wieder den Kopf frei, um mich verstärkt um Sachen wie diese zu kümmern. Unser neues System wird mit Joomla erstellt und ist aktuell vor allem noch Fleißarbeit. Aber bereits das rohe Gerüst bietet so tolle Sachen, die wir selbst von der DORP nicht kennen, wie etwa Suchfunktionen, eine nachvollziehbare Ordnung der Rezensionen, ein Redaktionssystem, mit dem jeder der DORP Artikel selbst hochladen kann. Wow, ich wünschte es wäre schon alles durch, doch bis die DORP 2.0 live geht, stehen uns noch eine Menge durchgearbeitete Wochenenden bevor. Aber dann… wow! Wow für euch und wow für uns.

Dann gibt es bei uns nicht nur tolle Inhalte, dann findet man sie auch!

Bis dahin bleibt unser Ausstoß an Downloads und Rezensionen weiterhin etwas schwächer, als ihr es von uns gewohnt seit… aber es wird sich lohnen! Für die schönste, übersichtlichste und modernste DORP, die es jemals gab! Und für den neuen Start haben wir bereits einiges vorbereitet! In diesem Sinne:

Das Dorpendium im Druck, Teil 2: Das Cover

September 7, 2010 by

Hallo zusammen!

Schon während ich am DORP-Rollenspiel saß, zeichnete sich ab, dass mit dem Cover des Dorpendium ungeahnt viel Arbeit einhergehen würde. Natürlich werden wir an der phantastischen Cover-Illustration von Tobias Mannewitz treu bleiben, das ist gar keine Frage. Dennoch bahnte sich bald ein Problem an…

Generell waren wir zu dem Cover getan wie die Jungfrau zum Kinde. Wir hatten Tobi dazu gekriegt, uns das DORP-Cover zu skribbeln und er hatte dann aus eigenem Antrieb danach gefragt, es auch colorieren zu dürfen. Als er dann von uns auf einer Con von dem Dorpendium erfuhr, war er sofort wieder mit an Bord. Unsere Angaben für ihn waren „So wie das vom ersten Buch, nur mit Matrix“ – was er wunderbar löste.

Eine ulkige Randnotiz dürfte übrigens tatsächlich bisher niemand außerhalb der DORP bekannt sein. Denn wir hatten den von Marcel auch oft nur „Kartengott“ genannten Tobi damals auch einmal drauf angesprochen, eine Karte von Nerdor zu zeichnen. Für „jene, die erst später zugeschaltet haben“ sei gesagt, dass Tobi in der Rollenspiel-Szene unter anderem wegen seiner phantastischen Karten bekannt wurde.
Das kam nie zustande. Das lag aber nicht an Tobi, der ja auch im Inneren des Buches noch Artwork beigesteuert hat, sondern an uns. Denn wir konnten uns nicht so richtig darauf verständen, wie eine Karte des „echten Nerdor“ aussehen müsste. Ergo blieb es bei dem frommen Wunsch.

Aber wie gesagt: Wir hatten ein Problem, jetzt und konkrekt. Denn das Cover liegt uns nicht in voller Auflösung vor. Das ist traurig, auch ein bisschen peinlich, aber als Tobi uns das Cover vor Jahren angelegt hat, da layouteten wir glaube ich noch mit Word. Da hat niemand, auch er nicht, dran gedacht, dass wir diese Datei vielleicht mal in voller, druckbarer Pracht brauchen würden.
Wir stellten diesen Missstand erstmals 2008 fest, als wir den Nachfragen, ob es das Motiv als Poster bei uns geben könne, nachgingen und feststellen mussten, dass wir kein Poster drucken können.
Ich traf Tobi damals auf der RPC und wir sprachen darüber, aber er konnte uns in Sachen Originaldatei auch nicht mehr weiterhelfen.

Das zweite Mal stieß ich auf das Problem, als ich die Werbeseite hinten im Grundregelwerk für die Druckauflage gestaltet habe. Und nun, im Spätsommer 2010, muss eine Lösung her.

Im Grunde ist es dann natürlich eine einfache Rechnung. Wenn wir auf jeden Fall bei Tobis Cover bleiben wollen (was der Fall ist), dann gibt es nur einen Ausweg: Interpolation.
Was dann folgte will ich hier im Detail gar nicht auswalzen müssen, aber viele, viele Stunden der Bildbearbeitung später haben wir nun ein Cover zur Hand, das von seiner Qualität her wieder zumindest druckbar ist, ohne in Artefakten zu ertrinken.
Es wird nie die knackige Schärfe eines voll aufgelösten Covers bieten können, aber es wird gut aussehen. Richtig, richtig gut.

Vorher Nachher

Damit ist das nächste, kleine Stück des Weges zu einem abgeschlossenen, fertigen Dorpendium abgeschlossen – aber es waren auch schon sehr viele Schritte dafür notwendig.

Demnächst erzähle ich euch in Teil 3 dieser Rubrik hier, was sich bei den Illustrationen im Inneren des Buches so getan hat.

Viele Grüße,
Thomas


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