Warum das ganze Rechtswirrwarr?

Juni 22, 2009 by Thomas Michalski

Morgen zusammen!

Vergangenes Mal erwähnte ich ja bereits, dass wir uns relativ viel Aufwand machen indem wir für verschiedene Projekte nicht nur in GbRs arbeiten – das tut man ja, qua definitionem, sehr schnell, wenn man sich für etwas zusammenschließt – sondern das auch schriftlich fixieren. Warum nur, fragt man sich?

Das Schlüsselerlebnis kam nicht aus den eigenen Reihen, sondern aus einem befreundeten Verein. Der dortige Webmaster hatte die Seite des Vereins mehr oder weniger im Alleingang erstellt, vom Code bis zum Design. Als er sich dann eines Tages mit dem Verein überwarf, kam es zu einer durchaus rechtlich grauen Situation, denn er forderte, dass sein geistiges Eigentum dem Verein nicht mehr zur Verfügung stünde. Der Verein argumentierte, es sei ja eine Leistung gewesen, die für den Verein erbracht worden wäre, er hielt dagegen.
Wir bekamen das mit und beschlossen, da unsererseits eine Lektion daraus zu ziehen. Zwar sind wir bei der DORP, und hier klopfe ich auf Holz, jetzt schon lange zehn Jahre frei von jedwedem Streit auf Kindergarten-Niveau, aber man weiß es ja nie. Der Teufel ist ein Eichhörnchen, sagt man in der Eifel. Also setzten wir uns mal mit einem befreundeten Juristen hin und erschufen, was den klangvollen Namen „Vertrag zur Begründung der DORP GbR“ heißt. Darin regelten wir recht explizit wer welche Rechte an wen überträgt und wie die Rechte von der DORP verwaltet werden (können).Das ist dahingehend recht schwierig zu machen, als dass die GbR zwar durch das BGB unterfüttert, aber in ihrem Status als Rechtsperson zumindest angreifbar ist. Mehr noch: Bei einer normalen GbR zerbricht das gemeinsame Besitzverhältnis, wenn ein Gesellschafter die Gruppe verlässt und das, was gemeinsamer Besitz war, wird zu gleichen Teilen auf die Personen verteilt ausgeschüttet. Das wäre gerade in unserem Sinne aber sehr heikel geworden, denn gerade in dem Falle, der uns als Präzedenzfall diente, hätte uns der GbR-Vertrag gar nichts gebracht. Da sich aber andere Rechtsformen aus jeweils anderen Gründen, seien es nun Kosten, Voraussetzungen oder Arbeitsaufwand, alle von selbst erledigten, blieben wir bei unserer getreuen Gesellschaft bürgerlichen Rechts. Das Endprodukt ist ein gar nicht mal so kurzer Vertrag, der aber zumindest allen Beteiligten seither als Leitfaden dienen konnte.

„Xoro“ drehten wir dann einfach so, ohne Verträge. Als wir uns dann aber mit Eifelarea Film an „Verfluchte Eifel“ wagten, beschlich uns das gleiche ungute Gefühl noch einmal. Also haben wir den GbR-Vertrag der DORP mehr oder weniger adaptiert und damit unser zweites, großes Standbein ebenfalls in Stein gemeißelt.
Andere Sublabels von uns laufen dagegen nach wie vor auf Vertrauensbasis, beispielsweise DORP TV oder die mit der DORP nur entfernt verwandte Sinnstifter-Aktion. Da hingegen, wo Rechte übergreifend genutzt werden – beispielsweise bei meiner dieses Jahr noch erscheinenden Novellen-Sammlung „Verfluchte Eifel“, die natürlich auf den VE-Stoff von Eifelarea Film zurückgreift – sind dann auch wieder Verträge aufgesetzt worden.

Der Aufwand ist, alles in allem, weniger immens, als man das vielleicht jetzt meinen sollte nach dem, was ich hier alles aufgezählt habe. Aber das gute Gefühl, das es mit sich bringt, sich zumindest rudimentär abgesichert zu haben, das ist gut. Ich sage bewusst rudimentär, denn auch uns ist klar das keiner der obigen Verträge etwas ist, was einem versierten Juristen standhalten könnte. Aber zumindest solange das außen vor bleibt, sollten wir für eventuelle Querelen halbwegs gesichert sein. Und irgendwo, am Ende des Weges, ist und bleibt die DORP für uns ja auch sowieso ein Hobby. Ein sehr zentrales in unser aller Leben, aber ein Hobby.

Viele Grüße,
Thomas

Wenn die DORPler sich zur Konferenz treffen

Juni 15, 2009 by Thomas Michalski

Hallo zusammen!

Vielleicht habt ihr es ja gestern schon auf der Hauptseite gesehen – wir haben diese Woche das reguläre Update zu Gunsten einer kleinen, internen Konferenz ausfallen lassen. Was das im Detail bedeutet? Eine Gruppe Nerds trifft sich beim DORP-Geschäftsführer, also mir, hängt da den halben Tag aus, grillt, schaut eigene Filme und plant zwischendurch ein wenig, was die zweite Hälfte des Jahres 2009 so bringen soll.

Dabei ging es dieses Mal weniger um Downloads und deren genaue Ausgestaltung, sondern viel grundlegendere Fragestellungen. Ein solcher Faktor stellen unsere ganzen Labels und Sublabels dar. Wir haben es nun endlich mal zu Papier gebracht und uns festgelegt, was mittlerweile eigentlich genau wozu gehört.

Im Endeffekt läuft es aber einfach darauf hinaus, dass unser Filmlabel „Eifelarea Film“ jetzt auch offiziell eine Tochter der DORP ist, was vor allem intern allerlei Verwaltungsarbeit spart. Die Rechte und Verträge bleiben aber ebenso unabhängig voneinander wie auch die Web-Präsenzen. Im Endeffekt haben wir einfach interne Verwaltungsarbeit abgebaut.

Er einzige Unterschied nach außen hin dürfte sein, dass in Zukunft, ganz wie bei den Profi-Fusionen, unter Eifelarea Film- und Heuler Pictures-Projekten jeweils kleingedruckt der Verweis auf die DORP zu lesen sein wird.
Die DORP ist die Mutter, die DORP ist der Vater.

So, neben dieser geballten Langeweile der Rechtsverwirrung haben wir aber auch schönere und kreativere Sachen gemacht. So haben wir nun erstmals „Die 1W6 Freunde und der Bauchladen des Zigeuners“ mit verteilten, wenn auch noch nicht vollständigen Rollen gelesen. Es freut mich sehr, in diesem Kontext sagen zu können, dass es auch laut gelesen gut funktioniert, es allen Beteiligten Spaß gemacht hat und dass wir, sicherlich die wichtigste Information für Außenstehende, auch bereits Pläne zur konkreten Produktion gefasst haben.
Gleiches gilt für „Ein Fall für alle Fälle“, das wir in seinen Produktionsschritten nur noch mal neuerlich abgenickt haben.

Wir sprachen dann weiterhin kurz über die Feencon und unseren Stand da, sowie über vieles, was mit unseren weiteren, großen Enthüllungen für dieses Jahr zu tun haben wird. Poster, Designs, auch hier noch mal viel Rechtliches standen auf dem Plan. Wir hatten zwar unseren Spaß, aber rein inhaltlich war es tatsächlich teilweise etwas trockener als sonst bei uns heute.
Warum wir uns so scheinbar unnötig viel Mühe mit den ganzen Rechtlichkeiten machen?
Ich denke, das wiederum ist durchaus mal einen eigenen Artikel wert…

Ich wollte jedenfalls hier auch kurz erläutern, was uns diese Woche vom Update abgehalten hat; insbesondere für den „Bauchladen des Zigeuners“ war eine möglichst zeitnahe Abwicklung des Treffens auch einfach wichtig, damit das Teil dieses Jahr möglichst bald fertig werden kann.

Viele Grüße,
Thomas

Blog der verlorenen Geschichten

Juni 5, 2009 by Thomas Michalski

dorp10Lang ist die Geschichte der DORP und kurvenreicher als manch berühmtes Model. Daraus ergibt sich zwangsläufig, dass es einige Inhalte gibt, oder vielmehr gab, die heute einfach nicht mehr zu erreichen sind. Genau diesen sei der heutige Jubiläumsartikel gewidmet.

Vieles von dem, was wir dereinst online hatten, ist eigentlich gar nicht mehr der Rede wert. Mittelprächtige, aber furchtbar veraltete Shadowrun-Abenteuer, einen wenig passablen DSA-Dungeon Crawl, ein vielleicht noch tragbares AD&D-Kampagnentagebuch und einige Earthdawn-Jugendsünden sind beispielsweise so Produkte, über den ich den türkisfarbenen Mantel des Schweigens mit Vergnügen ausbreite.

Aber es gibt da durchaus auch einige Relikte, an die ich gerne zurückdenke.

apokalypsecoverDas wohl größte Highlight für mich war die Warhammer-Kampagne „Apokalypse“. In ingesamt sechs Abenteuern erschien darin eine Geschichte von weltumspannender Tragweite (natürlich, wie auch sonst) rund um ein mögliches Ende der Alten Welt, kosmische Prophezeiungen und dunkle Omen.
Das Ganze war eingebettet in die Innere Feind-Kampagne spielbar, so dass das Finale kurz vor „Empire in Flames“ stattfinden konnte – sogar als möglicher Ersatz für „Something Rotten in Kislev“, auch wenn ich immer Spaß hatte an dem Pseudo-Russland-Exkurs der alten Kampagne. Zum Feeling der Alten Welt passte die Kampagne stellenweise eher wie Spargel zu roter Grütze, was dennoch nichts daran änderte, dass damals viele Leute scheinbar Spaß an meinem Werk hatten, weshalb sich Scorp das dann auch noch mal vorgenommen und neu gelayoutet hat.
Theoretisch hätte mit „Armageddon“ auch einmal ein Sequel erscheinen sollen, aber gemeinsam mit meiner damaligen Warhammer-Runde starb dann auch das.

Ebenfalls spannend war damals ein Shadowrun-Download, den wir „Ares Arms & Equipment Guide“ genannt hatten und der, wenn auch etwas wacklig in der Ausführung, vom Ansatz her durchaus spannend war: Es ging um Ausrüstung. Und das war, dem Titel zum Trotz, vor allem in Abgrenzung zu Waffen zu sehen, denn hier ging es eher um freakige Geräte, Gadgets und Chemikalien, die das Spiel würzen sollten.
Geschrieben ist es, wie so vieles aus der Frühzeit der DORP, von mir, illustriert aber leider auch. Bewaffnet mit irgendeinem uralten Render-Programm, das meine ich damals eine Graphiksoftware aus dem Aldi beigelegen hat, illustrierte ich, was das Zeug hielt. Die Bilder sind im Endeffekt ganz sicher nicht schön gewesen, aber hey, immerhin gab es da welche. War zu unserer Anfangszeit auch nicht immer so.
Aber ich bin schon ganz stolz, dass aus Runden, die teilweise zu meinem Leidwesen sehr auf „Boah, guck mal, ‘ne Panther Sturmkanone!“ fixiert waren, so etwas erwachsen ist.

Doch auch auf der Hauptseite selber gab es da so Bereiche, die heute über keinen regulären Gang mehr zu erreichen sind. Allen voran: die DORP-Doku. DORP-Doku, das war unser Chiffre für die satirischen Schwestern und Brüder unserer echten, redaktionellen Berichte. So gab es zu zwei Fahrten zum NordCon jeweils einen begleitenden Beitrag, in dem ein Mal Marcel und ein Mal Scorp ihre teils sehr zynischen „Urlaubsberichte“ einreichten. Als wir, inspiriert von den „Tales from the Floating Vagabond“ damals aus der seligen Wunderwelten, tatsächlich mal Schritte in eine Richtung gemacht haben, die wir LARP hätten nennen können, wenn wir uns getraut hätten, war die DORP-Doku dabei. Und als die alte WoD ein Ende fand, begingen Scorp, Marcel und ich die Trauerfeier würdevoll mit zwei Episoden Kindred: the Embraced, dem Hunter-Spiel für den GameCube und einem Kasten Cab. Und schrieben dann darüber.

All das, und noch viel mehr, ist heute nicht mehr zugänglich. Immer wieder fragen wir uns, ob wir das nicht ändern sollten. Im Falle der DORP-Dokus ist die Antwort da sogar offenkundig und wir werden es ändern, vermutlich auch noch in diesem Jahreslauf mit einem weiteren Sonderband zum Jubiläum.

Aber wie sieht es mit dem Rest aus?
Hättet ihr Interesse an inhaltlich mehr oder weniger aufpolierten Neufassungen von Werken wie der Apokalypse-Kampagne oder dem Gadget-Buch für Shadowrun? Das wäre jetzt eure Gelegenheit, hier oder per Mail eure Liebe für unsere Altwerke zu verkünden. Dann wandern sie vielleicht doch noch mal auf den Release-Plan.

Für heute sei mein Blick zurück auch schon beendet. Nächsten Monat geht es dann um ein ganz spannendes Thema: Die lange vergriffenen, streng limitierten Druckauflagen des DORP-Rollenspiels!

Viele Grüße,
Thomas

Die 1W6 Freunde und der Bauchladen des Zigeuners

Juni 2, 2009 by Thomas Michalski

Morgen zusammen!

Nachdem ich in der Vergangenheit ja immer eher vage blieb, wenn das Projekt betroffen war, so kann ich heute mal „Butter bei die Fische“ geben: Sprechen wir von unserem ersten, eigenen Hörspiel.

Unter dem Titel „Die 1W6 Freunde und der Bauchladen des Zigeuners“ planen wir derzeit ein waschechtes, eigenes Jugendetektive-Hörspiel ganz im Sinne all unserer großen Vorbilder, aber natürlich wie immer abgeschmeckt mit einer Priese typischem DORP-Humor (oder zwei davon).

Worum geht es? Die 1W6 Freunde Tom, Konrad, Waldemar genannt Klops und Gisela nebst Katze Emmy besuchen den Zirkus, der gerade in der Millionenstadt gastiert, als es dort zu einem Verbrechen kommt: Dem Zigeuner Bernd wird, der Titel deutet es bereits an, sein Bauchladen gestohlen. Der Dieb kann entkommen und die Polizei nimmt die Tat offenbar nicht ernst, so dass die 1W6 Freunde beschließen, selbst mal ihre Nasen in die Angelegenheit zu stecken.

Konzipiert wurde die Geschichte des „Bauchladens“ wie eigentlich alles bei den 1W6 Freunden von Markus, Ralf und mir, den eigentlichen Text habe ich verfasst. In seiner ersten Entwurfsfassung dürfte es so, wie es derzeit ist, noch etwas knapp sein, weshalb wir es über die kommenden Tage und Wochen noch etwas ausbauen wollen. Aber Fakt ist: Ich denke, bis Ende Juni steht das, was beim Film „kurbelfertiges Drehbuch“ heißt. Also eine fertige, so wie sie ist umsetzbare Fassung.
Worauf es uns bei der Konzeption und mir beim Schreiben dabei besonders ankam, waren die wohl auch fragwürdigsten Aspekte, die ganz besonders unsere Primärvorlage TKKG an den Tag legt. Unterschwelliger Rassismus und ein Frauenbild, das auch schon in den 80ern überholt war, dazu Dialoge in einer Jugendsprache, die so niemals und von keiner Jugend gesprochen worden ist. Wir haben versucht, so viel wie irgendwie möglich in die Handlung einzubetten, aber natürlich immer mit einem gewissen Augenzwinkern, denn wie soll ich sagen? Wir wissen es ja zumindest besser…

Und der weitere Zeitplan?
Mal schauen. Erfahrung mit Sprachaufzeichnungen haben wir ja spätestens seit wie „Xoro: the Eifelarean“ fast komplett nachvertont haben und da musste es sogar noch Bild- bzw. Lippensynchron sein. Insofern stehen wir der technischen Seite eher gelassen gegenüber. Schwieriger wird es vermutlich sein, die Sprecher alle zeitlich koordiniert zu bekommen. Zwar werden wie, natürlich, die meisten Rollen direkt aus der DORP besetzen, aber selbst da ist es mittlerweile eklig schwer geworden, gemeinsame Termine zu finden. Nach aktueller Planung wird Markus des Chef der Bande, Tom, sprechen, wohingegen unser Tom seine Stimme Waldermar, genannt Klops, leihen wird. Der kluge Kopf der Gruppe, Konrad, wird von mir gesprochen, während Néomi Gisela die Stimme leien wird. Die Katze Emmy zuletzt wird von Lina gesprochen. Zu den anderen Rollen äußere ich mich, wenn das Projekt fortgeschrittener ist.
Wir hoffen außerdem, das alles noch mit einem Sprecher von mehr Rang und Namen würzen zu können – aber dazu erst mehr, wenn ich die Sprachdateien sicher auf dem Rechner habe. Haben wir ja schon alles erlebt.

Alles in allem denke ich, dass „Die 1W6 Freunde und der Bauchladen des Zigeuners eine schöne, runde Sache werden wird. Verbleibt die Erscheinungsform. Wir werden das Hörspiel in jedem Fall kostenlos als MP3 bei uns auf der DORP zum Download anbieten. Anders ist für uns gar keine Option.
Allerdings denken wir darüber nach, Sammlern zumindest die Möglichkeit zum Sammeln zu geben und zusätzlich eine CD zum Selbstkostenpreis anzubieten, und sei es nur auf Cons. Unser Traum wäre natürlich, ganz getreu der Vorlage, auch eine MC anzubieten. Da allerdings müssen wir wohl selber noch mal drüber schlafen, ob das eine gute Idee ist und vor allem, wie viel Aufwand in der Umsetzung das für uns wäre. Nun denn, wir werden es sicherlich noch herausfinden.

Soviel also erst mal zu „Die 1W6 Freunden und der Bauchladen des Zigeuners“. Wir werden euch an dieser Stelle natürlich auf dem Laufenden halten, wie es damit voran geht sowie nach und nach weitere Einblicke in die Entstehung des Projektes geben.

Viele Grüße,
Thomas

Neuigkeiten von der Download-Front

Mai 23, 2009 by Thomas Michalski

Schönen guten Tag zusammen!

Zeit, einfach mal wieder einen Überblick zu geben – auch wenn das derzeit schwer ist.
Die Feencon rückt näher und damit auch unsere nächste, große Ankündigung. Daraus ergibt sich, dass wir da derzeit sehr viel Arbeit investieren, aber bis zum Feencon nicht so viel zu sagen können oder wollen. Aber wir sind ja auch sonst nicht ganz untätig.

Unser nächster Download, „Das Gefängnis von Sangahra Kóer“, geht jetzt ins Layout. Es ist alles da, von den Texten über die Illus bis zu den Karten, jetzt muss da „nur“ noch Form drum. Damit testen wir dann auch direkt mal aus, wie unser „Ruinen“-Erscheinungsmodell so ankommt, denn neben dem Dungeon an sich bietet „Das Gefängnis“ auch neue Anhaltspunkte, was zum Untergang von Zhilvar geführt hat und was eigentlich genau passierte, während die Stadt unterging.
Wir finden es ganz spannend, das Geheimnis so Stück für Stück zu enthüllen, aber ich weiß auch, dass es da eigentlich nur zwei sehr konträre Standpunkte zu gibt: Entweder man mag das Miträtseln, oder man ist sauer, nicht gleich alles auf einmal präsentiert zu bekommen. Letzteres wäre in diesem Falle aber auch sichtlich schwer, denn „Ruinen“ ist tatsächlich das erste DORP-Setting, das wir ganz explizit für die Downloads entwickelt und entwerfen.

An den „1W6 Freunden“ tun wir auch noch einiges, sowohl am „Fall für alle Fälle“ wie auch noch mal am Grundspiel. Wir haben noch einiges vor; Details auch in etwas fortgeschrittener Zukunft.
Auf jeden Fall machen wir noch „Die 1W6 Freunde und der Bauchladen des Zigeuners“; ganz sicher machen wir das sogar. Der Schreibprozess ist weit schwieriger als Gedacht, da wir ja auch den Ton unserer Vorlage treffen wollen, aber das wird schon werden. Im Sommer halt.

Und da liegen dann derzeit auch, zusammen mit der Ankündigung im Juli in Bonn, unsere Arbeitsschwerpunkte. Markus arbeitet zudem noch an Pulp, ich an einem halben Dutzend anderer Projekte, aber „Ruinen“, „1W6“ und die Ankündigung, da liegt der Fokus.

Viele Grüße,
Thomas

Die DORP-Downloads dieses Sommers

Mai 11, 2009 by Thomas Michalski

Guten Morgen zusammen!

Wie angekündigt ist Schrecken aus der Tiefe pünktlich am Sonntag auf der DORP online gegangen, so dass wir uns nun guten Gewissens neuen Schandtaten zuwenden können. Die nächste davon wird der D&D3rd-Dungeon Das Gefängnis von Sangahra Koér sein, auf den ich an dieser Stelle aber ja auch schon einmal eingegangen bin, weshalb ich mich wenigstens für heute auf Name Dropping beschränken möchte.

Ebenfalls schon mal erwähnt habe ich Ein Fall für alle Fälle, den ergänzenden Download zum 1W6 Freunde-Rollenspiel. Ralf hat seine Schreibarbeit bereits vollendet, Markus und ich sind noch dran. Wird aber denke ich eine schöne Bereicherung des Spiels, auf die ich dann, wenn der Zeitpunkt des Erscheinens naht, mal in weit größerem Detail eingehen werde.

Zwei weitere Releases sind seit Sonntag auf der DORP beim Namen genannt und als solche dann auch neu in der Übersicht.
Der Sonderband 7 wird Die DORP-Dokus heißen und unsere alten Beiträge aus der titelgebenden Rubrik versammeln. DORP-Dokus sind humoristische, kleine Berichte, die wir in früheren Jahren zu allerlei Anlässen verfasst haben und die auch heute noch lustig sein dürften.

Im Anschluss daran machen wir dafür mal wieder eine neue Türe auf: DSA 4. Nachdem Zork und die Macht des Taka ja eher augenzwinkernd ist und unser Alternativ-Setting Karyndia auf unbestimmte Zeit verschoben werden musste, werden wir mit dem Abenteuer Herrn Praios zur Ehr’ ernstere Wege beschreiten. Die Spieler übernehmen die Rollen einer Gruppe Bannstrahler, die auf den Spuren alter Geheimnisse in die Randgebiete des Heldentrutzes vorstoßen muss.
Geschrieben wird das Abenteuer von mir, wobei die Testspiele bereits auf der Dracon IV stattgefunden haben und beide, obschon sehr unterschiedlich, sehr gelungen waren. Es geht einerseits um alte Geheimnisse und die Wirren, die der Krieg gegen die Orks auch viele Jahre nach seinem Ende noch immer auslöst und andererseits einfach darum, einmal die ganz eigene Dynamik einer solchen Gruppe zum Spielinhalt zu machen.

Herrn Praios zur Ehr’ ist der Auftakt einer ganzen Reihe von einzeln stehenden Abenteuern in Aventurien. Ein weiteres Bannstrahler-Abenteuer ist ebenso in Planung wie weitere Szenarien, die die Helden unter anderem ins Bornland sowie an sehr, sagen wir, surreale Orte führen werden.

Dann sollte der August aber auch schon vorbei sein und wir können bis dahin mal in Ruhe schauen, womit wir dann weiter machen. Die optisch dezent überarbeitete Neuausgabe der Schlümpfe ist ebenso noch auf dem Plan wie weitere Famous Pulp Adventures-Downloads und natürlich unsere lange gehegte Rückkehr zur WoD.

Aber bevor wir diese Zukunftsmusik spielen, erfreuen wir uns doch erst mal an den vier Downloads, die wir für diesen Sommer noch in der Pipeline haben: Das Gefängnis von Sangahra Koér, Ein Fall für alle Fälle, Die DORP-Dokus und Herrn Praios zur Ehr’.

Viele Grüße,
Thomas

WoD-Magus.de

Mai 5, 2009 by Thomas Michalski

dorp10

Moin!

Ich bin schon mal in meiner „Jubiläumsrede” darauf eingegangen, aber ich finde, es gibt noch ein Nebenprojekt, das wir mal hatten, das hier mehr Worte verdient hat. Die DORP, Kind von 1999, kennt ihr sicherlich alle, wenn ihr hier mitlest; unsere Zweigstellen ja vermutlich auch. Derer hatten wir aber Anfang der 2000er noch eine, die es heute nicht mehr gibt: WoD-Magus.de

Die Entstehung der Seite erklärt sich, wenn man mehr zu unseren Hintergründen weiß. Damals hatte ich noch komplett anders besetzte Runden und spielte gerade, wenn mich nicht alles trügt, eine eher maue Cthulhu-Kampagne mit der Erstbesetzungs-DORP. Ich ging Abends mit dem Hund spazieren und traf Kenny, der gerade von der Arbeit auf dem Heimweg war – und der lud mich zu einer neuen Runde ein, die er nun hatte. Da lernte ich dann Marcel und Matthias kennt, etc. etc., die Passage habe ich glaube ich oft genug erzählt.
Die damalige Magus-Runde bestand also aus Matthias als Spielleiter, Marcel, Olli, Fano und mir als Spieler. Und war wohl so das ‘golden age’ unserer Rollenspielrunden in der Eifel. Marcel gründete parallel dazu bald noch eine Magus-Runde, die dann ihn als SL, Matthias, Olli, Markus und einen Gerhard, der hier aber nie weiter genannt wurde, als Spieler bot. Über diesen Haufen lernte ich dann unter anderem bei gemeinsamen Kinobesuchen auch noch Ralf kennen, der zwar einige Fettnäpfe zielsicher traf, aber spätestens an dem Punkt, an dem man mich mit zu ihm schleppte, weil er mir unbedingt zeigen wollte, dass er mit dem DTS-Track von Gladiator und seiner Sound-Anlage die Gläser im Wandschrank seiner Oma zum Laufen bringen konnte, meine tiefe Sympathie gewonnen hatte. Zu meinem ersten Treffen mit Tom könnte ich auch … aber das führt vom Thema weg.

Sei es drum: All die genannten Leute sind mehr oder weniger heute „DORP”. Waren es damals aber nicht. Dennoch wollten wir irgendwie auch zu Magus kreativ sein, Gruppentagebücher verfassen, Zitate schreiben, Illustrationen anfertigen, was auch immer. Also musste eine Seite her, denn die DORP war ja, nun, belegt.
Das Ergebnis war die WoD-Magus.de, die vermutlich damals schon schöner als heute war, dafür aber mein altes 56k-Modem echt mal quälte, da sie ein ziemlich cooles, aber datenintensives, animiertes Ausklapp-Menü aufzubieten hatte.

Dann aber schlief meine angestammte Runde immer mehr ein, was sicherlich auch etwas daran gelegen haben mag, dass sich für mich mit der Magus-Runde eine Welt öffnete, die mir viel besser gefiel als das, was ich vorher kannte.
Irgendwann beschlossen Marcel, Matthias und ich dann, dass die DORP dringend ein neues Image bräuchte und machten uns an die Arbeit. Bis dahin war dann meine alte Runde auch endgültig entschlafen und mit dem Ende des alten, türkisen Designs wechselte auch der Fokus der DORP auf unsere neuen Runden.
Damit aber auch weg von der WoD-Magus.de, deren Inhalte mittlerweile bei uns in dem Download „Die Magus-Fragmente” schön aufgemacht eine neue Heimat gefunden haben. Die alte Seite aber ging verloren und auch die Wayback-Machine scheitert an der Rekonstruktion.

Und somit gehen die Erzählstränge wieder zusammen und alles, was danach war, war DORP.

Viele Grüße,
Thomas

Als die Tiere das Meer verließen

Mai 4, 2009 by Thomas Michalski

Hallo zusammen!

Kommenden Sonntag ist es dann soweit und „Schrecken aus der Tiefe“ wird in einer neuen Auflage ins Netz gehen. „SadT“, wie wir intern gerne schreiben, ist ein kurzes Rollenspiel, das Marcel ursprünglich als Beitrag zu einem 24h-Wettbewerb eingereicht hat. Das heißt, alle Rollenspiele, die dort eingereicht wurden, mussten innerhalb von 24 Stunden ersonnen, entworfen, geschrieben und verpackt werden. Marcels Spiel machte den Preis in der Kategorie „innovativstes Setting“, was nur verständlich ist:
Von der Umweltverschmutzung aus dem Meer getrieben, schlägt Mutter Natur zurück. Klingt verdächtig nach Frank Schätzing, ist aber viel alberner. Die maritimen Racheengel sind wahlweise intelligente, aber chaotische Quallen, die sich im Team gemeinsam einen Taucheranzug teilen, um unter den Menschen wandeln zu können, bösartige Delfine, die auf Beinen an Land kommen, tätowiert und bereit für Krieg, oder aber Godzillas und Riesenkraken mit einem sehr, nun, kindlichen Gemüt.

Marcels Spiel ist als Party-Rollenspiel gedacht und erfüllt diese Funktion hervorragend. So hervorragend, dass wir es schon damals mit einer illustrierten Fassung beehrten. Das war zwar dann nicht mehr im Sinne des Wettbewerbs, aber der war ja auch schon vorbei und wir wollten dem Spiel ein angemessenes Gewandt geben.
Heute, lange fünf Jahre später, wirkte es auf uns aber eher abgetragen, dieses Gewand, und so schwang Markus erneut den Zeichenstift, ersetzte alle alten Bilder und schuf sogar noch weitere, und ich schwang in Sachen Layout die Maus, so dass wir nun eine weitere, vielleicht definitive Ausgabe des Spieles bringen.
Den Text aber, da sind wir treu, aber wir natürlich nicht angerührt.

Wir hoffen jedenfalls, so noch einige weitere Leute von diesem schon unterhaltsam zu lesenden und noch unterhaltsamer zu spielenden Kleinod überzeugen zu können.

Ebenfalls im Sinne des Jubiläumsjahres folgt dann morgen auch gleich noch ein Beitrag, der einen weiteren, zentralen Teil der Geschichte der DORP beleuchtet…

Bis dahin wünsche ich euch noch einen schönen Abend,
ich muss nun noch mal in die Uni.

Viele Grüße,
Thomas

Die DORP mit einem FeenCon-Stand!

Mai 1, 2009 by Thomas Michalski

Hallo zusammen!

Als nächster Beitrag aus der vermutlich noch einige Beiträge langen Reihe „Coole Deals, die sich auf der RPC ergeben haben“ können wir erneut eine frohe Kunde vermelden: Man wird uns dieses Jahr noch ein Mal live erleben können. Dank der sehr, sehr freundlichen Leute vom GfR (mit besonderem Dank an unseren Ansprechpartner Tore Herr) werden wir auf der FeenCon 2009 mit einem eigenen Stand vertreten sein.

Wer unser RPC-Aufgebot schon kennt, der kann sich sicher auch in etwa denken, wie das aussehen wird. Wir haben rund zwei Meter Auslagefläche, zeigen unsere Filmprojekte auf einem Bildschirm am Stand, plaudern mit Euch über unser Tun, legen ausgedruckte Fassungen unserer bisherigen Downloads aus, damit man sich auch mal offline ein Bild von unseren Werken machen kann und werden vermutlich, wenn denn alles klappt, unsererseits auch noch ein, zwei Workshops mitbringen.

Weitere Details zu unserem Aufmarsch in Bonn werde ich hier zu gegebener Zeit noch übermitteln. Eines aber noch will ich ergänzen: Wenn uns Fortuna, Phex und all die anderen Varianten einer Glücksgottheit hold sind, dann können wir dann auf der FeenCon die nächste größere Ankündigung vom Stapel lassen.
Drückt uns also die Daumen und seid gespannt: Wenn das klappt, was ich hier nicht verrate, wird das auch noch mal eine richtig feine Sache! Und etwas, von dem wir wissen, dass viele bereits länger darauf hoffen…

Unser letztes Update war übrigens stellenweise, nun, nicht ganz so „fast perfekt“ wie sonst. Da ich aber, wie hier und da schon geschrieben, derzeit mehr oder weniger aus Umzugskartons heraus operiere, bitte ich das zu verzeihen. Ich denke, binnen der nächsten zwei Wochen kehrt bei uns auch wieder der generische Arbeitsrythmus ein.

Dieser Tage äußere ich mich dann erst mal zur kommenden Neuauflage von „Schrecken aus der Tiefe“. Die wird, soweit ich Markus’ neue Illustrationen schon gesehen habe, auf jeden Fall eine richtige Augenweide!

Viele Grüße,
Thomas

Von tapferen Halblingen, Labyrinth-Herren und dem Barbaren Xoro

April 12, 2009 by Thomas Michalski

N’Abend zusammen!

Ich hatte ja schon geschrieben, dass wir auf der RPC einige spannende Pakte geschlossen und besiegelt haben und zumindest den ersten davon kann ich nun auch bereits öffentlich beim Namen nennen. Da Labyrinth Lord Moritz von unserem Barbarenepos Xoro sehr angetan war – was für sich schon Lob genug ist – konnten wir uns im Endeffekt gegenseitig für ein spannendes Projekt begeistern:
„Xoro: the Eifelarean” wird als Labyrinth Lord-Abenteuer erscheinen!

Moritz übernimmt dabei das große, kreative Handwerk und schreibt das Abenteuer, wie bieten dagegen alle Informationen auf, die er haben möchte. Drehbuch und Kostümskizzen hab ich ihm schon gemailt und auch ansonsten schreiben wir uns derzeit recht rege.

Erschienen sein soll das Werk, das seiner ersten Schätzung nach grob 12 Seiten lang sein wird, vermutlich bis zur Feencon 2009. Wie genau, das ist noch nicht so ganz klar, aber wird bekannt gegeben, sowie er mehr weiß bzw. wir mehr wissen.
Seine Ankündigung mit weiteren Details zum Thema gibt es in seinem Blog, Xoro dagegen ist nach wie vor auch auf unserer Webseite.

Wir sind jedenfalls auch schon sehr gespannt und vor allem auch sehr, sehr geehrt, dass unser Film auf diesem Wege noch einmal zu diesen ganz unerwarteten Ehren kommen wird!
Für heute sei Euch hiermit an dieser Stelle noch ein frohes Osterfest gewünscht und diese Info hier unser virtuelles Osterkörbchen für euch.

Viele Grüße,
Thomas